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Da Schnauferer - 01.07.2000

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Da Schnauferer Weil ah de Verena heiraten muass. Mei Minni moant, dann stünde es ihr auch gut an, ein neues Kleid haben zu müssen. Ein Kleid soll`s ruhig haben, von mir aus auch drei oder vier, leisten können wir uns nur eins. Zeit ist ewig kostbar und ein Kleidkauf kostet zeitlich gesehen ewige Geduld. Beinahe um ein Haar wären wir im ersten Laden ans Ziel gekommen, beinahe auch nur. Das schöne Kleid hat keck an der Minni gewirkt, ein schwarzes Kleid mit viel Rafinesse. Ih hob gsagt, jetzt kennan d`Leut sterben, du hast auf alle Fälle ein schwarzes Kleid. Die Verkäuferin hat glacht und no ah bisserl weiterberaten, no ah paar Gwandln. Fazit, wir reservieren, es könnte ja in einem andern Gwandhaus noch eine bessere Alternative schlummern. Von Haus zu Haus, das wenn die Verena wüsst, vorn am Stachus wärn ma beinahe noch auf Leder kemma, aber ih hob hoid nix, wos zum Leder von der Minni passen würd. Stachus, Kehrtwende, zruck zum Laden eins. Zwoa Stunden hob ih „ja, ha und mh“ gsagt. Wieder nei ins reservierte schwarze Kleid. Den Schnauferer von mir hat die Verkäuferin ghört. Des sogt ois, wir ih schnauf, hod die Frau zu mir gsagt. Minni hod wirklich fesch ausgschaut, wia zum Ohbeißn, aber ih hob`s ja scho vor über zwölf Jahren geehelicht. Dacht hob ih mir, trotz der Geduld, die ma bei so am Kleidlkauf braucht, host immer no ah fesche, knackige Frau. Als meine drei kleinen Damen zwecks der Verena ah Kleid bekommen haben, war ich regelrecht gesegnet, in oam Aufwasch ham mir des am Marienplatz in einem Laden erledigen können. Wenn ich hochrechne, jede meiner Töchter dat brauchen wie die Mama, dann wär ich ja an ganzen Tag zwischen Marienplatz und Stachus hin- und herspaziert. Wenns moi so weit ist, mach ih an Schnauferer und sog, gehts moi sche alloa. Da Papa hockt sich meinetwegen derweil in ein Cafe. In der Zeit ko ma ja viele Gedanken zu Papier bringen. Da Schnauferer, mit einer Frau Gwand kafa gehn, ist nicht immer der leichteste.