
Lakeitel
[Verse 1] In Uniform aus Gold und Glanz, Doch Hirn wie Staub, und Herz wie Kranz. Er nickte nur, der große Mann, Wenn Führer sprach – er stand parat dann. Der Krieg zerfiel, die Front war Dreck, Doch Keitel lächelte: „Alles im Zweck!“ „Nicht Hitlers Schuld, oh nein, mein Herr — Die Generäle… sie denken verquer!“ [Chorus] Oh, Wilhelm, du bist Lakeitel – der Hund mit dem Kinn, Er nickt und bellt, doch hat keinen Sinn. Ein Schatten aus Stahl, doch innen aus Gier, Mit Zunge am Stiefel vom Gröfaz-Tier. Die Kameraden flüsterten leise im Flur: „Der Keitel? Der wedelt. Der war nie nur!“ [Verse 2] Im Stabssaal, wo Karten auf Tischen lag'n, Er stand mit dem Zeigestock – ganz ohne Plan. „Der Führer hat recht“, sprach er wie ein Kind, „Der Russe weicht – nur der Wind ist zu blind!“ Wenn Generäle klagten: „Uns fehlt das Benzin!“ Da rief er zurück: „Doch wir haben den Sinn!“ Und draußen verbrannten die letzten Batallione, Während er Striche malte – wie fromme Ikone. [Chorus] Oh, Wilhelm, du bist Lakeitel – der Meister des Knicks, Er sieht nicht das Blut, nur den goldenen Fix. Er unterschreibt, was der Wahnsinn diktiert, Ohne zu lesen – doch stets pariert. Und alle Generäle lachen im Chor: „Ein Feldmarschall? Ein Teppich davor!“ [Verse 3] 20. Juli, der Boden erbebt, Ein Knall, der Bunker lebt – oder lebt nicht? Er kriecht hervor, mit Blut im Gesicht, Doch denkt nicht an Tote – nur Führer, das Licht! „Wo ist er? Mein Führer, mein Stern?!“ Mit Tränen im Blick – so sah man's gern. Ein Händchen gestreichelt, ein Flüstern so süß, Als wär’s nicht ein Diktator, nur ein kleiner Wicht. [Bridge] Dann kam das Ende, das Reich fiel ins Grau, Die Schuld war verteilt – er wurde zur Sau. „Ich wusste nichts! Ich war nur dabei…“ Doch der Galgen hörte nicht das Geschrei. Er las nie Befehle – zu faul oder treu? Jetzt liest man sein Name nur noch mit Reu’. [Final Chorus] Oh, Wilhelm, du warst ein Lakeitel – der Schatten aus Blech, Ein Nicker, ein Schreiber, ein Mensch ohne Pech. Doch Karma kam – mit Seil und Gericht, Für’s Lecken der Stiefel, nicht für’s Gesicht. Moral aus dem Lied, so alt wie das Licht: Wer zu tief kriecht – sieht niemals die Pflicht.

