
[Strophe 1 – Sie] Ich kann nicht für uns beide fühlen, nicht für uns beide sprechen. Ich kann keine Brücken bauen, wenn du nicht selbst über sie gehst. Ich kann dir meine Hand reichen, doch ich kann dich nicht mitnehmen. Und ich kann dich nicht erreichen, wenn du dich selbst nicht zeigst. [Pre-Chorus – Sie] Ich habe lange geglaubt, Liebe heißt, alles aufzufangen. Doch vielleicht bedeutet Liebe auch, den anderen seinen Weg gehen zu lassen. [Refrain – Beide] Zwei Menschen, nicht einer für zwei, zwei Herzen, die selber entscheiden. Zwei Stimmen, die sprechen dürfen, zwei Menschen, die Verantwortung tragen. Nicht einer zieht, einer folgt. Nicht einer redet, einer schweigt. Wenn wir uns wirklich begegnen wollen, müssen wir beide sichtbar sein. [Strophe 2 – Er] Ich kann nicht erwarten, dass du meine Unsicherheit hältst. Nicht verlangen, dass du verstehst, was ich selbst nicht ausspreche. Wenn ich Angst habe, darf sie da sein. Doch sie muss nicht zwischen uns stehen. Ich kann lernen, dir zu sagen, was in mir vorgeht, statt zu gehen. [Pre-Chorus – Er] Denn du bist nicht dafür verantwortlich, meine Mauern abzubauen. Wenn ich dich näher bei mir haben will, muss ich selbst die Tür öffnen. [Refrain – Beide] Zwei Menschen, nicht einer für zwei, zwei Wege, die sich berühren. Zwei Herzen, die offen bleiben, ohne sich ineinander zu verlieren. Nicht einer trägt, einer empfängt. Nicht einer kämpft, einer entzieht sich. Wenn wir uns wirklich begegnen wollen, müssen wir beide unseren Teil geben. [Bridge – Sie] Ich kann dich nicht retten. [Er] Und ich kann nicht erwarten, dass du mich rettest. [Sie] Ich kann dich nicht öffnen. [Er] Und du musst es auch nicht. [Beide] Doch wir können einander zeigen, was sonst niemand sehen darf. Nicht weil wir müssen – sondern weil wir uns vertrauen wollen. [Letzter Refrain – Beide] Zwei Menschen, nicht einer für zwei. Zwei Leben, die sich verbinden. Keiner muss sich selbst verlassen, damit der andere bleiben kann. Wir tragen unseren eigenen Anteil. Wir sprechen unsere eigene Wahrheit. Und wenn wir uns die Hand reichen, dann gehen wir beide aufeinander zu. [Outro – Sie] Ich bin nicht mehr für zwei. [Er] Ich will auch nicht mehr, dass du für zwei sein musst. [Beide] Wir sind zwei Menschen. Und vielleicht reicht genau das, um wirklich miteinander zu sein.

