[Strophe 1] Leise fällt er über Häuserdächer, tupft die Nächte milchig zu. Nimmt den Farben all ihr Schreien, hüllt die Welt in stille Ruh. Jede Ecke wird ein fließend Weiches, jede Kante verliert ihr Gesicht. Er flüstert über unsere Schritte – ein sanftes, schimmerndes Gedicht. [Refrain] Oh Schnee, du Maler ohne Pinsel, du tunkst die Welt in weißes Licht. Du verschluckst den Lärm der Straßen, bis nur noch unser Atmen spricht. Du knirschst wie leise alte Lieder, wenn man durch dein Wunder geht. Und im Mondlicht glitzerst du wie Himmel, der sich auf die Erde legt. [Strophe 2] Dein Duft – so klar wie frühe Morgen, wenn die Welt noch unberührt. Dein Geschmack – ein Hauch von Kindheit, der sich in die Seele rührt. Und wenn du fällst, wird alles langsamer, jede Stunde weich gedehnt. Als ob die Zeit, die sonst so scharf ist, für einen Augenblick verweht. [Refrain] Oh Schnee, du Maler ohne Pinsel, du tunkst die Welt in weißes Licht. Du verschluckst den Lärm der Straßen, bis nur noch unser Atmen spricht. Du knirschst wie leise alte Lieder, wenn man durch dein Wunder geht. Und im Mondlicht glitzerst du wie Himmel, der sich auf die Erde legt. [Bridge] Und ich bleibe steh’n, seh’ die Welt neu entstehen. Ein weißer Atemzug der Nacht, der mich leise lächelnd bewacht. [Refrain – Finale] Oh Schnee, du Maler ohne Pinsel, du machst das Grau zu Poesie. Lässt Herzen flüstern, statt zu poltern – und ich flüstere zurück in dir. Dein Knirschen singt von neuen Wegen, die niemand vor uns jemals ging. Im weißen Licht des winterlichen Schweigens beginnt ein neuer Tag zu klingen.