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Noch so viel vor

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NOCH SO VIEL VOR [Verse 1] Ich will einfach los, ohne Ziel, ohne Plan, mit dem Cabrio die Küste entlang. Saint-Tropez am Morgen, Toskana bei Nacht, an Orten landen, an die keiner gedacht. Polarlichter sehen, im Glas-Iglu liegen, mit Huskys durch endlose Winter ziehen. Silvester in New York, wenn der Himmel explodiert, Tokio bei Nacht, wo man sich im Lichtermeer verliert. [Pre-Chorus] Ich hab viel zu lang gesagt: irgendwann. Doch irgendwann fängt heute an. [Chorus] Ich hab noch so viel vor, noch so viel Leben wartet dort. Will nicht nur träumen, nicht nur planen, will Geschichten statt nur Jahre sammeln. Noch hundert erste Male vor mir, noch so viel Welt vor meiner Tür. Ich will nicht wissen, wann das alles endet – nur, was das nächste Abenteuer bringt. [Verse 2] Ich will immer wieder Fallschirmspringen, dieses Stück Freiheit mit nach Hause bringen. Im Helikopter über fremde Küsten fliegen, mit dem Jetski übers offene Wasser ziehen. Wale sehen, mit Schildkröten tauchen, nachts im Meer nur Mond und Sterne brauchen. Auf einem Segelboot Champagner trinken, auf einer kleinen Insel im Sand versinken. Route Sixty-Six, den Grand Canyon sehen, durch die schottischen Highlands im Regen gehen. Kirschblüten in Japan, Safari bei Nacht, unter afrikanischen Sternen bleiben, bis der Morgen erwacht. [Verse 3] Einmal First Class, einfach weil es geht, ein Kleid tragen, für das kein Anlass besteht. Sieben-Gänge-Menü und Pommes danach, nachts um drei Kuchen backen und viel zu laut lachen. Im Sommerregen auf der Straße tanzen, unter freiem Himmel auf den Morgen warten. Ein Konzert ganz vorne, meinen Lieblingssong schrei’n, und manchmal wieder völlig kindisch sein. Eine neue Sprache, ein eigenes Buch, Klavier spielen lernen – ein Lied wär genug. Einen Olivenbaum pflanzen, der mich überlebt, und etwas hinterlassen, das Geschichten weiterträgt. [Bridge] Doch manches auf meiner Liste braucht kein Geld, keinen Flug ans andere Ende der Welt. Mit meinen Kindern an einem langen Tisch, alte Bilder anschauen: „Weißt du das noch?“ Menschen umarmen, die ich viel zu lang vermisst hab, „Ich liebe dich“ sagen, solange ich die Chance hab. Verzeihen, wenn mein Herz noch verzeihen kann, eine Tür schließen und woanders neu anfangen. Eine Hand, die bleibt, wenn das Leben schwierig wird, und ein Zuhause voller Menschen, Tiere und Glück. [Final Chorus] Ich hab noch so viel vor, noch so viele Wege führen fort. Will höher fliegen, weiterfahren, mich verlaufen in unbekannten Straßen. Noch einmal Fallschirmspringen – und danach gleich nochmal. Einen Sonnenaufgang irgendwo erleben, wo ich gestern nicht mal wusste, dass es diesen Ort gab. Ich will keine Häkchen zählen, ich will Geschichten erzählen. Von Nächten, die viel zu kurz gewesen sind, von Momenten, in denen ich wieder Kind bin. [Outro] Noch ein Land. Noch ein Meer. Noch ein Kuss. Noch viel mehr. Noch Menschen kennenlernen, noch Fehler machen, noch lieben, noch lachen. Kein „wenn ich mal Zeit hab“. Kein „vielleicht irgendwann“. Denn egal, wie lang die Reise wird: Ich hab noch so viel vor.