
Erste Flocken, zarte Zeichen, schweben leise durch die Luft. Wolken öffnen ihre Schleusen, atmen weißen Winterduft. Auf den Dächern, auf den Wegen bleibt ein feiner Schleier steh’n — und wir spüren, wie der Abend sie ruhig durch die Straßen weht. Die ersten Flocken fallen sacht, tanzen leise durch die Nacht. Auf den Straßen wird es still, weil der Winter kommen will. Und die Luft wird kalt und klar, so wie jedes neue Jahr. Und der Schnee beginnt zu fallen, still und ohne jedes Wort. Alles wirkt ein wenig weicher, und die Welt verändert sich sofort. Ja, der Schnee beginnt zu fallen, ganz langsam, wird alles weiß — und wir schauen, wie die Flocken uns’re bunte Stadt vereist Kinder laufen vor die Häuser, fangen Flocken mit der Hand. Lachen klingt durch kalte Straßen, zieht sich über’s Winterland. Lichter spiegeln sich im Weiß nun, funkeln heller als zuvor — und wir wissen: Diese Nächte tragen Wärme tief im Chor. Auf den Fenstern bilden sich Muster kalt und klar wie feines Glas, und dahinter sieht man Kinder, Schreiben Wünsche, die man las. Ein kleines Feuer, das leise flüstert, Wärme zieht im Zimmer auf — und der Schnee vor ihren Augen nimmt die Wünsche in sich auf. Und die Welt wird weich und rein, taucht in neues Leuchten ein. Und der Schnee beginnt zu fallen, still und ohne jedes Wort. Alles wirkt ein wenig weicher, und die Welt verändert sich sofort. Ja, der Schnee beginnt zu fallen, ganz langsam, wird alles weiß — und wir schauen, wie die Flocken uns’re bunte Stadt vereist Und der Schnee legt sacht sein Kleid über Felder, Häuser, Zeit. Alles ruht in weißer Pracht — Schlaf gut, bis ein neuer Tag erwacht.

