
Krawattenrassismus - 07.03.2009
Krawattenrassismus Es muss so etwas wie einen Krawattenrassismus geben, das heißt es muss eine Art und Weise anerzogen geben, die Menschen ohne Anzug und Krawatte unsichtbar macht. Menschen ohne Anzug und Krawatte sind bei manchen gar nicht existent, zumindest in der Phase in der sie selbst im Business-Look die Welt beherrschen. Ohne Anzug und Krawatte sind die Kreise nicht zu beurteilen, weil dann in der Masse unerkennbar. Guten Morgen am Bürogang, gerader Blick an einem vorbei, kein Wort, zwei oder drei Krawattenrassisten können auch nebeneinander stehen, sie gehen nicht zur Seite, man muss sich vorbeischlängeln. Ein böser Gedanke morgens, guten Morgen, der Krawattist sagt nichts, sieht auch niemanden ohne besagte Zeichen der Zugehörigkeit. …und dann mal im Vorrübergehen umdrehen, mit dem Aluaktenkoffer…, bumm, die Krawatte trifft die erhobene Nasenspitze. War da wer? Nein, das muss ein Luftzug gewesen sein. Nein, nein, so nicht… Nicht wie du mir… Da rebelliert die Erziehung. Wir haben halt immer mehr (ein) gebildete Narren die meinen, ohne sie geht gar nichts. Grüß Gott. Und den müssen sie auch nicht grüßen.

