
Versprechen Versprechen hod ma glei so vui und manches Versprechen is a Versprecha. Ih zum Beispiel hob moi meim Stiefvater nach der Probe von am guadn Schluck Bier versprocha, „Nia und nimmer trink ih des bittere Zeug.“ Ih hob gsagt, „Eine Million Mark kriagst, wenn ih a Bier trink.“ Des Versprechen hob ih lang scho gebrochen. Aber de Kategorie des Versprechens is ned des wos ma unter de Versprechen zählt de ih moan, wenn ih die Versprechen moan, de ma sich reiflich überlegen soi. Versprechen die zählen haben nicht diesen kindlich naiven Charakter, wobei, andererseits hob ih mia als Kind ah so manches versprochen. „Wenn ih moi groß bin, dann werd ih oder werd ih gwiss nia…“ Alles andere als Naivität trieb zu den Selbstversprechen und die Erwachsenen von damals sagen heute noch „Du machst doch des scho immer.“ Ja immer seit…, weil ih mia wos versprochen hob. Versprechen haben immer was mit Beziehung zu tun. Die Versprechen die ma gibt, in Bezug auf die intensivsten Beziehungen, erfordern ein Höchstmaß an unversprochener Aussagekraft, da sei das Ja ein Ja und ein Nein ein Nein. Zu Versprechen muss ma dann auch stehen, der Bund der ein Versprechen bedeckt ist der ausformulierbare Rahmen. Scho im kloana Alltag, viel zuleichtfertig hantiert ma mit dem wos ma verspricht. Ih versprich ma heut no so vui, oft steh ih vor`m Spiegel meiner selbst und versprich ma, den Berg kimmst ah no aufe, ih woaß zwar ned wia, aber versprochen is versprochen. Ois dua ih um mein Versprechen zu hoitn. In meine Beziehungen mecht ih`s versprochene Gsprochene und Unausgsprochene hoitn, leider ko ih dem Hans koa Million Mark schenken. Er verlangt`s ah gar ned und eahm is es mehr, die Einlösung der selbstgmachten Lebensversprechungen zu sehn, dass die „Berge“ nicht nur angeschaut worden sind. Alle Versprechen haben immer den Wechselhall so wie ein Echo, sie kommen zurück. Als Kind hob ih zuagschaut wia mein Stiefvater Berge und Seen gmalt hat, des hob ih bewundert. Aber do hätt ih mia nia die Geduld eines Künstlers versprechen können und heut versprich ih ma so vui von der Kunst, sogar Berge zu versetzen. Berge überwinden, bloß wie? Ob`S as glauben oder nicht, in der Erfüllung bin ich so naiv wie ein Kind, aber nicht kindlich in der Wahrnehmung der Versprechungen.

