
ntro [Ein starkes, galoppierendes Trommelrhythmus-Pattern setzt ein. Männer und Frauen singen einen kurzen, fordernden polynesischen Schlachtruf] [Weibliche Stimme, gesprochen, stolz] Sie sagten, Mädchen bleiben am Strand. Sie kannten meine Seele nicht. Vers 1 Die Insel ist mein Erbe, doch die Flut ist mein Herz. Ich fühle keinen Stillstand, keinen langen Schmerz. Mit sechs Jahren schon wusste ich, wo mein Leben liegt, Dort, wo der Wasserhorizont sich zur Freiheit biegt. Mein kleines Va’a ist schneller als die Angst im Blick, Ich lese die Sterne, ich kenne jeden Knick und Trick. Die Luft ist sauber, die Weite ist unendlich hell, Wer sucht nach Ketten, wenn er die Welt teilen will? Refrain 1 Ich bin die Weite, ich bin der Kurs in dir. Das Meer ist mein Schicksal, es gehört mir. Ich trotze den Wellen und dem Wind, der Wut, Weil das Salz der Ahnen so tief in meinem Blut ruht. Vers 2 Ich kämpfe gegen den Sturm, die Gitter aus Wasser weich. Ich singe lauter als der Blitz, ich mach das Feld reich. Die gigantischen Wellen sind mein Tanzpartner, wild. Mein Boot ist Gewissen, mein Herz ist erfüllt und geschult. Ich lächle über Gefahren, die Männer fühlen Angst und Schock, Doch ich schwöre auf mein Meer, es ist mein großes Glücksstück. Ich ziehe volle Segel, schneller als ein Vogelflug, Das Leben am Strand ist nur ein Schatten, ein langer Fluch. Refrain 2 Ich bin die Weite, ich bin der Kurs in dir. Das Meer ist mein Schicksal, es gehört mir. Ich trotze den Wellen und dem Wind, der Wut, Weil das Salz der Ahnen so tief in meinem Blut ruht. Ich überstehe alles, das ist mein Zuhause hier. Vers 3 Die Inseln sind wie Perlen in der unendlichen Hand. Ich bringe Nachrichten mit, ich verbinde das Land. Ich treffe fremde Kulturen, lebe ihre Lieder nach. Meine Neugier ist mein Glück, ich werde jeden Tag wach. Ich lerne von den Fischern, ich lächle dem Dorfältesten zu. Ich teile meine Freiheit, das ist alles, was ich tu. Die Entdeckung ist mein Zeckenbiss, der nie mehr heilt, Das Leben als Seefahrerin, das ist meins, was mich ereilt. Refrain 3 Ich bin die Weite, ich bin der Kurs in dir. Das Meer ist mein Schicksal, es gehört mir. Ich trotze den Wellen und dem Wind, der Wut, Weil das Salz der Ahnen so tief in meinem Blut ruht. Ich überstehe alles, das ist mein Zuhause hier. Vers 4 Die Sterne führen mich, die Hände halten fest. Ich brauche keine Karte, ich bestehe jeden Test. Mein Boot ist Vertrauen, meine Segel sind wach. Ich bin zuhause hier, bei Tag und bei Nacht. Die Ahnen lächeln mir zu, ihr Geist wacht am Bug. Ich bin die Tochter der Flut, mein Weg ist mein Flug. Schlussteil [Die Musik wird weicher, nur das Meer und tiefer, weiblicher Chorgesang bleiben] [Weibliche Stimme, gesungen, sanft und erfüllt] Meine Fahrt ist noch lang, und ich liebe jede Sekunde davon. [Der Chor summt die Melodie leise weiter. Das Rauschen der Wellen verklingt]

