# Geschrieben in Elsässischer Mundart, 14.-15. Jahrhundert, phonetisch angepasst. # Hintergrund: Der Pfifferdaj in Ribeauvillé ist das älteste Fest im Elsass. Sein Ursprung liegt im 14. Jhdt., als die Grafen von Rappoltstein fahrenden Spielleuten Schutz gewährten, wofür diese am Tag von Mariä Geburt eine Abgabe entrichteten. Sie wurden vom Volk auch „die Pfeiferkönige" genannt. Einmal im Jahr versammelten sich die Musiker, um ihrem Schutzherrn zu huldigen. Aus diesem historischen Treffen entwickelte sich das heutige farbenprächtige Mittelalterfest, das traditionell am ersten Sonntag im September stattfindet. # Lyrics: Erzähler: Hört Leut, die Mär vom Pfiiferkenig! Wollt ihr wisse, wie de edle Herr vu Rappoltstai zu sim Ehrename kam? Ez war durch e arme, blinde Spillmann, dem Räuber sini Fiedel gno hätte. Doch de Herr schaffte Recht, und us purer Dankbarkeit sang de Spillmann für ihn e Lied. Und des Lied, des ging so: **1. Strophe** E blinde Mann zog durch die Gass', sin Schritt war schwer und matt. Er kam uf jener langen Stross' vor Rappschwilers Stadt. Sin Fiedel war sin Hab und Guot, doch finster Gsind mit bösem Muot, nahms ihm im dunkle Wald mit G'walt. Nun isch sin Herz so bitterkalt. **2. Strophe** "Was soll ich tun, ich armer Tropf?" So klagt er in de Wind. Er hört der Burguhr Glogge klopf', und macht sich uf geschwind. Zur Burg, zum Herr vu Rappoltstai, dort hofft er, dass ihm Gott beistah. De Recke isch bekannt im Land für sini guoti, festi Hand. **3. Strophe** Er trat vor ihn mit zitt'riger Stimm', erzählt die ganze Mär. Vom Raub und all der Sache schlimm, si Herz war trurig schwer. De Herr, er hört die Klage an, sàhch de arm, blind Spillmann stahn. Sin Zorn entbrennt, er ballt d'Füüst, dass es durch d'Halle wider brüest. **4. Strophe** Er sprach: "Bi minem Eid, dem trüwe! Daz soll nit ungsühnt si! D'Diebe solle ihr Tun berüwe! Holt mini Knechte hi!" Sie ritten üs in Wald und Feld, so wie de Herr es hat bestellt. Und vor der Nacht, oh welch ein Glück, brachten sie d'Räuber schnell z'rück. **5. Strophe** Die Fiedel und de letschti Batze, kriejt de Spillmann z'ruck. D'Diebe krümmten sich wie Katze, vor ihrem Missgeschick. De blind Mann, wieder froh im Sinn, striicht über d'Fiedel sachti hin. E Ton so klar, so rein und hell, erfüllt de Burghof an der Stell. **6. Strophe** Und als die Melodi verklungen, voll Dankbarkeit si Herz, hàt er die Wort ganz lüt gesungen, vertriebe all si Schmerz: "E Herr, wo für die Arme wacht, und Recht und Ornig wieder macht, de schützt d'Kunst, so frei und kühn, soll über uns de Kenig sin!" Erzähler: Und so geschah es! De Herr nahm de Titel an und ward zum Schutzherr aller Spilleut. Uss dem Dank entstand die Tradition, wo mir bis hüt no fiire als de 'Pfifferdaj'! So wisse jetzt, warum Rappschwiler für immer d'Heimat aller Pfiifer isch! # Disclaimer: AI-generated - this song and the cover art/video was created by or with the help of AI, in accordance with Art. 50 EU AI Act.