Die Sahara, ein endloses Meer aus Dünen, mit 22 Menschen flohen wir durch die Wüste In Libyen gefangen, zwischen Stacheldraht und Angst, Die Sonne brannte auf meine Haut, mein Herz verlangte Rast Das Boot voller Menschen, ihre Augen voller Tränen, Die Hände klammerten sich an das Holz, das Leben sollte uns vereinen. Die Sterne über uns, Zeugen unserer Verzweiflung, Die Dunkelheit verschluckte uns, wir waren nur ein Flüstern im Wind. In der Nacht hörte ich ihre Geschichten, Von verlorenen Familien, von Heimat, Hunger, Leid. Die Wellen schlugen gegen das Boot, die Angst trieb uns voran. Die Sonne stieg empor, der Horizont verschwamm, Wir waren nur noch Schatten, verloren im Ozean. Die Hoffnung schwand, die Kehle trocken, die Lippen rissig, Doch wir hielten uns fest, wir kämpften, wir wussten, wir müssen weiter. Träume im Sand, verloren, verweht, Hoffnung, die in den Sternen steht. Flucht in die Nacht, ein neues Morgenrot, Leben auf der Flucht, doch die Hoffnung bleibt groß Und wenn du jemals das Meer überquerst, Denk an uns, die Verlorenen, die Hoffnungslosen. Möge der Wind dich tragen, die Sterne dich leiten, Denn wir sind die Stimmen, die im Ozean verweilen.