
In den Tag neileben Und ham ma no so ois geplant, durchstukturiert und jedem einen Platz zugewiesen, wir müssen in den Tag neileben. Es geht ja gar nicht anders, vielleicht lebt sich der Tag auch ohne zu fragen in uns hinein. Bei noch so viel Abwechslung, die mancher glaubt zu ham, im Grunde ist der Spielraum der Lebenden sehr begrenzt und abgesteckt. Da kann doch nur in den Tag neiglebt werden. Neiglebt, das ist die Poente, dort wartet der überraschende Moment. Neiglebt als Mensch, der sich seiner Grenzen bewusst ist, das ist das Herausgelebte aus einem jeden Tag. „Wos kimmt heut bloß ois auf mi zua?“ Wandeln, nicht hektiken, das ist Stütze sowie Wegbereiter beim Gehen in den Tag. Wandeln ist nicht in den Tag neilangweilen, es ist nur die Weile aufzubringen, den Tag wirklich anzuschaun und solange es heute ist, bleibt nichts anderes als in diesen Tag neizuleben.

