
Meine Möchtegern-Wahl Ih glab, in zwoa Wochen soll ih wählen müssen. Mach ih s`Radio auf, dann werd ih beworben, auf alle Fälle soll ih Cash and Kerry wählen, bloß ned anders und der Amtsinhaber, gegen den soll ih unbedingt wos ham. Wehe ma hod nix gegen den, dann hod ma wos gegen mi. Ih glab, ih bin aufgerufen, meine Stimme abzugeben. Mia kimmt`s vor als dat dann der Amerikander bei uns regieren. Ah des werd`s sei, deswegen gar so diese Polemik, wos ja mit am seriösen Wahlkampf, ach Schmarrn, mit einer Berichterstattung nix z´doa hod. Ih glab, es wär gscheiter, mia datn uns um unsere Wahlen kümmern. Wos wähl ih jetzt, die Demokraten oder die Republikaner? Des kannt ma bei uns doch gar ned so wählen. Ih als Demokrat dat die Republikaner wählen, aber nur in Amerika, wo ein Dollar noch ein Dollar ist. Wos kriang de in de Medien dafür, dass ah grad so die Wahlkampfmaschine dampfen lassen? Grad die im Bayerischen Rundfunk machen einen aggressiven Wahlkampf. Um mi buhlen`s, wo ih leider ned wählen derf. Ih wenn ein Ami wär, ih dat wählen. Ih hab bei uns ah immer gewählt, aber so vui Wahlfilme hob ih no nia gsehn wia zur Zeit. Wär des unser Wahlkampf, dat ih mi frong, ob des Geschehen gschmiert ist. Es ko doch ned sei, dass ma Doku um Doku zugunsten von oam Kandidaten hinstilisiert. Keine Demokraten bewerben mi bei uns. Ih moan fast, weil ih scho genau hinhör, de ham wos gegen wos typisch Amerikanisches, wos genau unser Altkatholisches, hoid des alte Europa ausmacht. Irgendwie ist des eine Art, ih hob wos gegen des wos und wia du glaubst. De bei uns do veranstalten quasi eine Stellvertreter-Glaubenswahl. Es ist scho bekenntnishaft, wos do bei uns abgeht. Ih dat am liebsten mal an Arni aus Kalifornien wählen, na doch lieber den bestehenden Präsidenten, der nach meinem Verständnis bei uns ned moi Plakate kleben derfat. Unser Kanzler hätt mit seiner Biographie in jedem politischen Lager in Amerika absolut null Komma null Chancen. Mei Wahl hätt ih getroffen und des mit und ohne Propaganda.

