
Das hässliche Entlein
[Intro – soft strings, distant piano, in minor] (whispering) Ihr habt mich benannt, bevor ich sprach. [Verse 1 – intimate, fragile, minor] Im Hof aus Glas und grellem Licht zählt man Gesichter – doch mich nicht. Zu groß, zu schief, zu viel, zu still, ein Fehler, den man richten will. „Ein bisschen weniger, ein bisschen mehr, ein Filter drüber – dann passt du hier.“ Ihr lacht in kleinen Kreisen, schön normiert, wer anders ist, wird aussortiert. [Pre-Chorus – tension rising] Likes wie Körner auf trockenem Grund, ich pick sie auf – und bleib doch wund. [Chorus – orchestral swell, still minor] Ihr nennt es Makel, ich nenn es ich. Ihr nennt es falsch – doch seid nur ihr. Euer Maßband misst nur euch allein, ich passe nicht – und das soll so sein. [Verse 2 – more rhythmic, darker minor] Kommentarspalten, kalter Chor, „Mach dich kleiner“ – „sei wie zuvor“. Körper als Ware, Wert als Zahl, wer nicht gefällt, verliert die Wahl. Ich fror im Winter eurer Blicke, trug eure Worte wie Gewichte. Doch selbst im Eis, im dunklen Teich, schlug mein Herz noch gegen euch. [Bridge – stripped down, almost spoken] Vielleicht war ich nie hässlich. Vielleicht war ich nur frei. Vielleicht ist euer Spiegel zu eng für das, was ich sei. [Build – modulation begins] Ich seh im Wasser nicht mehr euch – ich seh mich - wie ich wirklich bin. [Final Chorus – full band, major key, empowering folkrock energy] Ihr nennt es Makel! – ich nenn es Mut! Ich trag mein Anderssein wie Glut. Kein Maß der Welt macht mich zu klein, ich brech den Rahmen – ich darf so sein! Ich war nie hässlich – nur nicht euer Maß, kein Filter zeigt, was ich besaß. Ich wachse weit – ich wachse frei, ein Schwan im Flug – und ich bleib dabei! [Outro – uplifting, major, open] (leuchtend) Nicht euer Maß - nur ich.

