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Kapitänen Claudia

[Intro] Der Eisbär … [Strophe 1] Claudia kam erst gegen vier Mit einem Mantel wie ein Autounfall in Gold Zwei junge Typen hinter ihr Die aussahen als hätten sie Angst vor ihr Sie warf dem Pianisten einen Hunderter hin „Spiel irgendwas das nach Scheidung klingt“ Dann lachte sie so laut durch den Laden Dass sogar die Gläser kurz still wurden Am Fenster stand noch alter Dezember Der Hafen schwarz wie kalter Kaffee Und Claudia redete seit zwanzig Minuten Über irgendeinen Grafen vom Starnberger See [Pre-Refrain] Sie sagte: „Männer wollen immer Liebe“ Dann trank sie ihren Champagner leer „Aber meistens wollen sie nur Nicht alleine sterben“ [Refrain] Kapitänin Claudia Fährt noch immer ohne Karten Mit Lippen rot Und hundert Nächten Die bis heute auf sie warten Sie tanzt durch Rauch und Neonlicht Als gäb es keinen Morgen Und irgendwo zwischen Pelz und Gin Versteckt sie ihre Sorgen [Strophe 2] Im Badezimmer zog sie die High Heels aus Und fluchte über ihre linken Knie Eine Frau vorm Spiegel fragte: „Na, erkennst du dich noch?“ Claudia grinste nur und sagte: „Leider ja“ Dann ging sie wieder Richtung Bar Als wär sie Eigentümerin vom ganzen Hafen Bestellte Austern, Wodka, Kaviar Und ließ irgendeinen Banker weinend sitzen Draußen fuhr langsam ein Frachter vorbei Drinnen lief ein alter italienischer Song Und für einen kurzen Moment Sah sie wieder gefährlich schön aus [Pre-Refrain] Zu viele Nächte Zu viele falsche Versprechen Aber Claudia konnte noch immer Jeden Raum zum Schweigen bringen [Refrain] Kapitänin Claudia Fährt noch immer ohne Karten Mit Lippen rot Und hundert Nächten Die bis heute auf sie warten Sie tanzt durch Rauch und Neonlicht Als gäb es keinen Morgen Und irgendwo zwischen Pelz und Gin Versteckt sie ihre Sorgen [Bridge] Manche Frauen altern leise Claudia niemals Sie geht unter wie ein Feuerwerk Mitten in der Nacht Und wenn sie irgendwann verschwindet Wird diese Bar anders klingen Leiser Kälter Und verdammt langweilig [Final-Refrain] Kapitänin Claudia Die letzte Königin am Kai Mit zu viel Schmuck Zu viel Vergangenheit Und trotzdem irgendwie frei Der Morgen kam Die Lichter gingen an Doch Claudia blieb noch sitzen Wie eine alte Fregatte Die den Hafen nicht mehr findet