
Der Augenblick der alles verändert
[Intro – Distant Train Whistle, Solo Duduk] Um Mitternacht, der Bahnsteig leer, kein Zug steht auf dem Fahrplan. Ein Licht bewegt sich durch den Nebel, als hätte es auf mich gewartet. [Verse 1 – Intimate Female Vocal, Duduk] Die Türen öffnen sich von selbst, kein Schaffner fragt nach meinem Namen. Ich trage einen alten Brief bei mir, den ich seit Jahren nicht geöffnet habe. Darin steht ein Abschied ohne Ende, eine Frage, die mich nicht verlässt. Ich dachte, weit genug zu reisen, bringt mich zurück zu dem, was fehlt. Ein alter Mann sitzt mir gegenüber, seine Uhr läuft rückwärts, sonderbar. Er sagt: „Du suchst nicht nach dem Morgen. Du suchst, was längst vergangen war.“ [Pre-Chorus – Qanun, Kaval, Rising Strings] Der Zug fährt los, die Stadt verschwindet, ich halte fest, was nicht mehr ist. Und während ich nach gestern suche, vergesse ich, wer ich heute bin. [Chorus – Powerful Female Vocal, Progressive House] Dieser Zug fährt nur um Mitternacht, durch tausend Welten, tausend Zeiten. Ich suchte dich in jedem Fenster, doch fand mich selbst auf diesen Reisen. Ich wollte zurück zu alten Tagen, doch keine Tür führt mich dorthin. Vielleicht beginnt ein neues Leben, wenn ich bereit bin, wer ich bin. [Verse 2 – Darbuka, Balkan Violin, Saz] Im ersten Waggon seh ich mein Gestern, wie ich vor deiner Türe stand. Im zweiten seh ich mich beim Gehen, den letzten Brief in meiner Hand. Im dritten sitzt mein Zukunfts-Ich, sie sieht mich an und sagt ganz schlicht: „Du nennst es Sehnsucht, doch vielleicht ist es die Angst vor neuem Licht.“ Ich seh mich selbst als kleines Kind, das lächelnd durch die Scheibe winkt. Und plötzlich spür ich, wie viel Leben noch irgendwo in mir beginnt. [Pre-Chorus – Rising Kaval, Layered Vocals] Ich hab die Zeit um mich gebeten, doch während ich auf gestern sah, ist mein ganzes Heute weitergezogen. Und ich war selbst nicht richtig da. [Chorus – Full House Groove, Balkan Strings] Dieser Zug fährt nur um Mitternacht, durch tausend Welten, tausend Zeiten. Ich suchte dich in jedem Fenster, doch fand mich selbst auf diesen Reisen. Ich wollte zurück zu alten Tagen, doch keine Tür führt mich dorthin. Vielleicht beginnt ein neues Leben, wenn ich bereit bin, wer ich bin. [Instrumental – Qanun Solo, Balkan Violin, Darbuka, Progressive House Drop] [Bridge – Beat Drops, Duduk and Piano] Ich öffne endlich diesen Brief. Die Tinte ist schon blass geworden. Ich lese deine letzten Worte und höre auf, nach Schuld zu suchen. Du hast mir nicht die Zukunft genommen. Ich selbst hielt mich im Gestern fest. Ich kann dich lieben, dich vermissen, ohne dass mich die Erinnerung verlässt. Ich muss nicht wissen, was gewesen wär. Ich muss nicht ändern, was geschah. Ich darf das Gestern in mir tragen und bin trotzdem wieder für mich da. [Build-Up – Strings, Qanun, Rising Percussion] Zum ersten Mal frag ich nicht länger, was mir fehlt und was zerbrach. Ich will sehen, was noch kommen kann. Ich bin bereit für meinen Tag. [Final Chorus – Explosive Progressive House, Full Ensemble] Dieser Zug fährt nur um Mitternacht, doch diesmal weiß ich, wohin ich geh. Nicht zurück zu alten Zeiten, sondern dorthin, wo ich mich seh. Ich muss nicht jede Tür durchschreiten, nicht jede alte Wunde versteh'n. Ich kann dich lieben, dich vermissen und trotzdem meinen Weg weitergeh'n. [Outro – Train Slowing Down, Solo Kaval and Duduk] Der Morgen fällt durchs Zugfenster, der Bahnsteig ist mir unbekannt. Ich nehme meinen Brief und steige aus. Zum ersten Mal geh ich nicht zurück. [Female Vocal – Soft, Certain] Und als der Zug im Nebel schwindet, weiß ich: Ich bin endlich angekommen. [Instrumental Outro – Duduk Reprise, Qanun, Distant Train Whistle]

