
[Intro, gesprochen, nah und ruhig] Sooo crazy … weil ihr euch normal nennt. Doch wer hat eigentlich den Maßstab erfunden? [Verse 1] Soooo crazy, wie er verrückt für euch wirkt, weil ihr euch normal definiert — doch wer ist der Wahnsinnige hier? Ihr zieht die Grenze mit ’nem Lineal aus Gewohnheit, nennt Anpassung Charakter und Gehorsam dann Freiheit. Ich stell nur eine Frage, schon wird’s unbequem: Ist es wirklich meine Sicht — oder wollt ihr euch nicht seh’n? Eure Regeln sind unsichtbar, doch jeder kennt den Preis: Lächeln, nicken, weitermachen — und bloß nicht aus dem Kreis. Wer nicht in eure Schablone passt, wird passend gemacht, erst wird über ihn geredet, dann wird er ausgelacht. [Pre-Chorus] Ihr sagt: „Sei normal“, als wär das neutral. Doch wer die Norm bestimmt, bestimmt auch, wer hier zählt. [Chorus] Es gab nie ’ne Zeit, in der wir wirklich frei war’n. Würde? Definitionssache. Grundgesetz? Ich lach nicht — ich frag nach: Wer bestimmt, was Freiheit heißt, wenn sie manche draußen lässt? Ihr nennt es Freiheit — ich nenn’s anders, wenn sie Menschen ausschließt, Bro. [Post-Chorus] Ihr nennt mich crazy, weil ich eure Norm nicht spiel’. Doch wer ist hier verrückt, wenn „normal“ bestimmt, wer zählt? Wer zählt? Wer fliegt? Wer passt ins Bild? Ihr nennt es Ordnung — ich seh, wie man aussiebt. [Verse 2] Der ganz normale Wahnsinn trägt Krawatte und Termin, sagt „Das war schon immer so“ und hält Veränderung klein. Er nennt den Druck Motivation, das Schweigen guten Ton, und wer daran zerbricht, hört: „Stell dich nicht so an.“ Man misst den Wert in Stunden, in Leistung, in Gewinn, doch wenn du nach dem Menschen fragst, ist angeblich nichts drin. Man predigt gleiche Chancen, doch der Start ist nicht gleich, manche tragen Türen auf — andre suchen erst den Weg. Und wenn einer daran zweifelt, heißt es: „Der ist wohl gestört.“ Vielleicht ist nur unbequem, was die Ordnung ungern hört. Nicht jeder Zweifel ist ein Zeichen, dass der Zweifelnde irrt; manchmal zeigt er nur den blinden Fleck, der gut bewacht wird. [Pre-Chorus] Ihr sagt: „Sei normal“, als wär das neutral. Doch wer die Norm bestimmt, bestimmt auch, wer hier zählt. [Chorus] Es gab nie ’ne Zeit, in der wir wirklich frei war’n. Würde? Definitionssache. Grundgesetz? Ich lach nicht — ich frag nach: Wer bestimmt, was Freiheit heißt, wenn sie manche draußen lässt? Ihr nennt es Freiheit — ich nenn’s anders, wenn sie Menschen ausschließt, Bro. [Post-Chorus] Ihr nennt mich crazy, weil ich eure Norm nicht spiel’. Doch wer ist hier verrückt, wenn „normal“ bestimmt, wer zählt? Wer zählt? Wer fliegt? Wer passt ins Bild? Ihr nennt es Ordnung — ich seh, wie man aussiebt. [Bridge] Vielleicht bin ich nicht frei von Irrtum, vielleicht seht ihr etwas, das ich nicht seh. Doch wenn nur eine Stimme „normal“ sein darf, wird aus Ordnung ein stummes Gesetz. Ich will nicht eure Plätze tauschen, nicht der neue Richter sein. Ich will, dass keiner seine Würde erst beweisen muss, um da zu sein. [Break, Beat stoppt, gesprochen] Crazy ist kein Gegenargument. Und normal ist kein Beweis. [Verse 3] Ich kenn die Blicke, wenn ich Fragen nicht verschluck, wenn ich die glatte Oberfläche stör und nicht zurückduck. Doch ich bin mehr als euer Etikett auf meiner Brust, mehr als euer schneller Urteilsspruch, mehr als euer Frust. Ich kann mich irren — doch ich darf trotzdem fragen, warum manche immer tragen und die andern alles sagen. Wenn Freiheit wirklich allen gilt, dann zeigt sie sich daran: Ob auch der, der anders denkt, noch mit am Tisch sitzen kann. Also nennt mich, wie ihr wollt — ich bleib nicht euer Feind, ich will nur, dass das Wort „Mensch“ für alle Menschen meint. Denn Würde ist kein Abzeichen, das die Mehrheit überreicht, sie beginnt dort, wo kein Mensch dem andern weichen muss, um gleich zu sein. [Choir, leiser Frauenchor, harmonisch] Wer darf hier sein? Wer darf hier zählen? Wer setzt die Norm? Wer darf sie wählen? [Chorus, repeated twice] Es gab nie ’ne Zeit, in der wir wirklich frei war’n. Würde? Definitionssache. Grundgesetz? Ich lach nicht — ich frag nach: Wer bestimmt, was Freiheit heißt, wenn sie manche draußen lässt? Ihr nennt es Freiheit — ich nenn’s anders, wenn sie Menschen ausschließt, Bro. [Harmonies, männliche Leadstimme, weibliche Harmonien] Ihr nennt mich crazy — doch wer bestimmt, wer zählt? Ihr nennt es Freiheit — doch wer bleibt draußen auf der Welt? [Final Chorus] Es gab nie ’ne Zeit, in der wir wirklich frei war’n. Würde? Nicht nur Definition — sie muss für alle da sein. Wer bestimmt, was Freiheit heißt? Werden Grenzen je gerecht? Nennt mich crazy — ich frag weiter: Wer ist normal, wenn keiner fragt? [Outro, ruhig, gesprochen] Vielleicht ist die Frage nicht, wer hier verrückt ist. Vielleicht ist es, wer entscheiden darf. [Instrumental Outro, kompletter Boom-Bap-Beat ohne Vocals, tiefe Basslinie, Kick, Snare und Hi-hats, langsam ausblenden] [End]

