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Vergib! Ich war vom Antichrist betört!

Vergib! Ich war vom Antichrist betört! Er tat, als ob er unser Jesus sei! Ich habe nur auf ihn, auf ihn gehört und glaubte mich von allem Irrtum frei. Du warntest mich; du hattest ihn durchschaut, sahst ihn in seiner ganzen Hässlichkeit; in deiner Stimme ward mein Engel laut, der Engel unserer ganzen Christenheit – Du gingst von mir – ich war mit ihm allein, mit ihm, vor dem du mich so oft gewarnt, und darum konnte es nicht anders sein: er hat mich vollends, durch mich selbst, umgarnt. O glaube mir, ich hab es nicht gedacht, dass Christi Wege andere Wege sind; der fromme Dünkel hat mich irr gemacht; er ist der Hölle größtes Lieblingskind – Ich sehe, wie die Flamme aufwärts steigt, die ich entfacht mit frevlerischer Hand. Ich sehe, dass sich weinend zu mir neigt der Engel, den du mir herabgesandt. Ich sehe dich; ich seh dein teures Haupt. Wie trauert doch dein liebes Angesicht! Was tat ich doch! Was habe ich geglaubt! Ist Feuerbrand denn wirklich Christenpflicht? Ich danke dir; ich danke dir wie sehr, dass du mir nahst, du lichtes Himmelsbild. O komme doch, o komme zu mir her, und schau mich an wie früher, warm und mild. Bring mir den Segen, den der Himmel gibt, und sage doch, dass mir verziehen ist. Lehr' so mich lieben, wie der Herr uns liebt – Dann bin ich, was ich niemals war – ein Christ!