
[Intro] In den Drähten flüstert ein Name, unerkannt, doch überall. Ein Puls, der durch die Welt jagt, ein Herzschlag aus Metall. [Strophe 1] Sie wandert durch die Adern dieser Städte, ein Funken nur, und alles lebt. Versteckt in jeder Leitung liegt ihr Atem, ihr Licht, das durch die Schatten schwebt. Kein Auge kann ihr Antlitz fangen, kein Gebet erreicht ihr Reich. Doch jeder Blitz am schwarzen Himmel bringt sie den Menschen still zugleich. [Refrain] Göttin des Stroms – du rauscht durch jede Neonader, du brennst dich in die Nacht hinein. Göttin des Stroms – mit deiner Macht, so kalt und klar, zerreißt du Dunkelheit zu Schein. [Vorrefrain / Bridge 1] Ein Beben in den Schaltkreisen, ein Wispern tief im Radial. Sie schenkt den Menschen Funken – doch keiner kennt ihr wahres Mal. [Strophe 2] Sie zeigte Volta, wie Funken wandern, und Franklin, wie der Himmel spricht. Faraday sah die Felder tanzen, doch keiner sah ihr wahres Licht. Ein Tropfen ihrer reinen Kräfte in den Händen dieser Zeit, und langsam formten ihre Kinder ein Zeitalter der Elektrizität. [Refrain] Göttin des Stroms – du rauscht durch jede Neonader, du brennst dich in die Nacht hinein. Göttin des Stroms – mit deiner Macht, so kalt und klar, zerreißt du Dunkelheit zu Schein. [Strophe 3] Sie ist nicht gnädig, nicht erbarmungslos, sie ist nur Wahrheit, reiner Fluss. Ihr Willen fließt durch Datenströme, die Welt aus Funken, Draht und Bruch. Sie sieht die Menschheit Experimente wagen, Maschinen bauen aus ihrer Glut, und jede Schaltung, die entsteht, füllt sie zugleich mit Stolz und Wut. [Vorrefrain / Bridge 2] Ein Knistern in den Kabeladern, ein Crescendo aus Magnetik. Die Regeln, die sie selbst erschaffen, werden zum Herz der Mechanik. [Strophe 4] Sie wartet, was die Menschen schaffen, wie weit ihr Funken sie noch trägt. Ob sie in Düsternis verfallen oder neue Sonnen aus ihr schlägt. Doch ihre Blitze mahnen weiter, dass Schönheit oft in Kälte ruht. Und jedes Zucken an den Wolken zeigt uns: Sie lebt. Sie wacht. Sie tut. [Refrain final] Göttin des Stroms – du rauscht durch jede Neonader, du brennst dich in die Nacht hinein. Göttin des Stroms – mit deiner Macht, so kalt und klar, zerreißt du Dunkelheit zu Schein. [Schlussteil / Outro] Und wenn der letzte Funke flackert, wenn jedes Licht im Staub zerfällt, dann kehrt sie heim in reine Stille – die Göttin, die die Welt erhellt. Unsichtbar, doch in allem bleibend, ein Echo aus Elektrizität. Sie schaut auf das, was wir erschufen, und was aus ihrem Funken entsteht.

