
Da draußen, in dem finstern, wirren
Da draußen, in dem finstern, wirren Gedschungel, wo der Panther schleicht, Der Schlangen gift'ge Zungen schwirren, Der Suacrong nach Beute streicht, Liegt Bhowannie, die Allmachtsreiche, Versunken unterm Wunderbaum; Ihr Angesicht, das nächtlich bleiche, Umspielt des Glückes goldner Traum. Sie träumt von Lambadans Gefilden, Wo einst ihr heil'ger Tempel stand, Eh' noch ihr Volk den ungestillten Geheimen Wandertrieb gekannt. Wo sie beim Schein der Hekatomben Ihr großes Reich sich aufgebaut, Bis auf verfall'ne Katakomben Ihr letztgebornes Kind geschaut, Da sind die Säulen eingefallen, An denen sich die Wolke brach, Versunken die geweihten Hallen In denen sie zum Volke sprach. Als sie zum letzten Mal die Stimme Erhob am blutgetränkten Thron, Warf sie im ungezähmten Grimme Der Knechtschaft Fluch auf ihren Sohn. Nahm sie im Westen scheinbar nieder Am Abend ihren Tageslauf, So steigt sie doch im Osten wieder Am Morgen sieggekrönt herauf. Im Westen ist Dein Volk gesunken, Fern von der Lambadana Höhn, Im Osten wird es siegestrunken Aus seiner Asche auferstehn. Dann muss die Nacht zum Tage werden, Die Finsternis zum Sonnenschein, Und der Phansegar wird auf Erden Ein Herrscher aller Herren sein!

