
Twelve O’Clock Glow - 1999/2000
[Intro] Die Stadt liegt wach unter kaltem Himmel Fenster leuchten, Straßen schweigen Ein letztes Mal zählt die Zeit rückwärts Bevor alles anders heißen wird [Verse 1] Ich steh am Rand der hohen Häuser Der Wind trägt Stimmen durch die Nacht Unten warten fremde Gesichter Oben brennt der Himmel sacht Die Uhr schlägt langsam, fast vorsichtig Als hätte sie selbst Respekt Vor dem Moment, den sie berührt Und der ein ganzes Zeitalter deckt Alte Jahre liegen schwer in der Luft Wie Rauch von längst gezündeten Träumen Erinnerungen kleben an den Fenstern Zwischen Hoffnung und Versäumnissen Niemand weiß, was wirklich kommt Doch jeder spürt: Das hier ist echt Ein Schritt hinaus aus allem Bekannten Ein Augenblick, der Geschichte trägt [Pre-Chorus] Sekunden reißen die Stille auf Herzen schlagen ohne Plan Zwischen Gestern und Morgen Halten wir den Atem an [Chorus] Zwölf Uhr – der Himmel steht in Flammen Feuerwerk reißt die Dunkelheit auf Ein Jahrhundert fällt in Funken Und löst sich langsam in Rauch Uhren schweigen für Sekunden Als die Zeit den Atem hält Neunzehn-neunundneunzig geht zu Ende Während Licht die Nacht erhellt Wir stehen still und schauen nach oben Mit zitternden Händen im Wind Was wir waren, bleibt zurück Während neue Wege beginnen Zwölf Uhr – halt diesen Augenblick Denn so fühlt sich Geschichte an [Verse 2] Auf den Dächern stehen Silhouetten Alle schauen nach oben Als könnten Funken Antworten geben Auf Fragen, die wir nie gestellt haben Die Stadt pulsiert unter Explosionen Fenster zittern, Herzen auch Lachen mischt sich mit Staunen Und mit dem Geruch von Rauch Manche denken an verlorene Zeiten Manche an das, was noch fehlt Andere schließen einfach die Augen Und hoffen, dass das Neue hält Es gibt kein Zurück mehr in diese Jahre Keinen sicheren Hafen mehr Nur diesen Himmel voller Feuer Und das Gefühl: Jetzt zählt es sehr [Pre-Chorus 2] Zwischen Scherben alter Kalender Und dem ersten Schlag von Null Fällt die Zeit für einen Atemzug Völlig still [Chorus] Zwölf Uhr – der Himmel steht in Flammen Feuerwerk reißt die Dunkelheit auf Ein Jahrhundert fällt in Funken Und löst sich langsam in Rauch Uhren schweigen für Sekunden Als die Zeit den Atem hält Neunzehn-neunundneunzig geht zu Ende Während Licht die Nacht erhellt Wir stehen still und schauen nach oben Mit zitternden Händen im Wind Was wir waren, bleibt zurück Während neue Wege beginnen Zwölf Uhr – halt diesen Augenblick Denn so fühlt sich Geschichte an [Verse 3] (lang) Die Minuten danach fühlen sich fremd an Als wäre die Welt neu verpackt Die gleichen Straßen, gleichen Namen Doch etwas hat sich verschoben, sacht Die Zukunft steht ohne Anleitung da Kein Schild, kein Versprechen, kein Plan Nur offene Türen im Nebel Und der Mut, sie anzusehen Vielleicht wird nicht alles heller Vielleicht wird nicht alles gut Doch wir haben diesen Moment Und das reicht für neuen Mut Denn wer das Ende gesehen hat Und trotzdem nach oben schaut Der trägt mehr Hoffnung in sich Als er sich selbst jemals zutraut [Bridge] Kein Weltuntergang, kein letzter Schlag Nur Feuer am Himmel, warm und weit Ein Jahrhundert geht leise zu Ende Und macht Platz für neue Zeit [Final Chorus] Zwölf Uhr – der Himmel steht in Flammen Feuerwerk reißt die Dunkelheit auf Ein Jahrhundert fällt in Funken Und löst sich langsam in Rauch Uhren schweigen für Sekunden Als die Zeit den Atem hält Neunzehn-neunundneunzig geht zu Ende Während Licht die Nacht erhellt Wir stehen still und schauen nach oben Mit zitternden Händen im Wind Was wir waren, bleibt zurück Während neue Wege beginnen Zwölf Uhr – halt diesen Augenblick Denn so fühlt sich Geschichte an [Outro] Der Himmel wird langsam still Die Stadt atmet aus Wir gehen weiter Ins neue Jahrtausend

