
[Verse 1] Er läuft die Highways rauf und runter Die Nase voller Staub und Wunder So viele Pfoten, die schon fragten: „Wofür hat uns der Himmel gemacht, verdammt?“ Er schnüffelt hinter jedem Zaun Doch findet nie den großen Traum Kein Knochen, keine Philosophie Erklärt ihm, was ein Hundeleben je verzieh’ [Chorus] Also fängt er an, die Müllhalden dieser Welt Zu klassifizier’n, so wie’s ihm gefällt Note eins für den Gestank, Note zwei für’s Schimmern Note drei, wenn sich alte Wurstpellen immer noch erinnern Vielleicht ist das sein Sinn – wer weiß das schon? Der Streuner und die Müllhalden-Klassifikation [Verse 2] Da gibt’s die stille Deponie im Wald Wo der Mond auf Konservendosen knallt Er gibt ihr „sehr romantisch, eine Zehn“ Weil dort die Ratten leise mit ihm geh’n Dann die große an der Stadt, Kategorie A Mit ihrem süßlich-scharfen Aas-Café Er wertet streng nach Fundstück, Glanz und Fraß Und merkt: Vielleicht ist dieses Suchen doch ein Spaß [Chorus] So klassifiziert er Müllhalden in seinem Revier Note eins für den Gestank, Note zwei für’s Schimmern Note drei, wenn sich alte Wurstpellen immer noch erinnern Vielleicht ist das sein Sinn – wer weiß das schon? Der Streuner und die Müllhalden-Klassifikation [Bridge – langsamer, nachdenklich] Er hat nie den Sinn des Hunde-Lebens gefunden Kein weiser Spruch, kein tiefer Grund Doch jedes Mal, wenn er ‘ne neue Halde sieht Notiert er still: „Kategorie B – riecht gut, fast wie Lied“ Und irgendwo tief in der Hundebrust Da pocht ein kleines Wort: „Vielleicht ist’s das, was du suchst.“ [Chorus – leiser, mit Schmunzeln] Ja, er klassifiziert die Müllhalden dieser Welt Weil ihm das Ordnen einfach irgendwie gefällt Note eins für den Gestank, Note zwei für’s Schimmern Note drei, wenn sich alte Wurstpellen immer noch erinnern Vielleicht ist das sein Sinn – so wunderbar skurril Der Streuner und sein Müllhalden-Klassifizierspiel [Outro – gesprochen oder gehaucht, Gitarre verklinkt] Vielleicht ist’s das, wonach er sucht… Klirr einer Dose, fernes Hundejaulen

