
[Intro, spoken] Mein Name ist Professor Dr. h. c. Arius Voss. Wofür das „h. c." steht, weiß ich. Warum ich es bekommen habe, weniger. Heute: Wombatkot. [Verse 1] Es gibt Tiere mit Federn, mit Streifen, mit Fell, manche laufen sehr langsam, andere ziemlich schnell. Doch Australien dachte: „Da fehlt noch etwas." Und baute ein Tier, das Würfel hinterlässt. [Pre-Chorus] Kein Scherz. Kein Mythos. Kein Internetbetrug. Der Wombat macht Würfel. Und davon erstaunlich genug. [Chorus] Der Würfel muss raus, der Würfel muss raus, wo andere rund sind, macht der Wombat ein Haus. Vier Seiten? Nein, sechs! Herr Kollege, passen Sie auf! Die Natur sah einen Darm und dachte: „Da geht noch was drauf." [Verse 2] Lange dachte man vielleicht, da wäre hinten etwas eckig. Eine verständliche Theorie. Falsch. Aber nachvollziehbar. Die Form entsteht schon vorher, tief im letzten Darmbereich. Manche Stellen geben stärker nach, andere kaum. So drücken viele Kontraktionen aus etwas Weichem Stück für Stück kleine braune Würfel. Die Wissenschaft nennt das Fortschritt. Ich nenne es Glück. [Chorus] Der Würfel muss raus, der Würfel muss raus, wo andere rund sind, macht der Wombat ein Haus. Und während Sie fragen: „Wer untersucht denn sowas bloß?" Sagt irgendwo ein Forscher: „Moment. Das ist ziemlich interessant." [Bridge, spoken] Und tatsächlich ist es das. Denn wenn weiches Gewebe kontrolliert geometrische Formen erzeugen kann, könnte dieses Prinzip auch für Technik und Medizin interessant sein. Sie sehen: Wir begannen bei Kot. Und enden bei Ingenieurswissenschaft. So funktioniert Bildung. Manchmal. [Final Chorus] Der Würfel muss raus, jetzt wissen Sie's genau. Ein Darm kann Formen bauen. Fragen Sie nicht wie schlau. Und sollten Sie heute Abend bei Freunden Eindruck machen: Erzählen Sie vom Wombat. Beim Dessert. Nicht früher. [Outro, spoken] Das hätten Sie nicht wissen müssen. Jetzt wissen Sie es trotzdem. Professor Voss. Wo habe ich eigentlich meine Kreide?

