
Drei Schlüssel | #LABYRINTH
[Intro:] [spoken:] Okay... wo bin ich? Der Boden ist... Gott, ist der kalt. Ich erinner' mich an nichts. Nur... [short break] ...nur an diesen einen Schrei. [Verse 1] [Langsam, nachdenklich, klare Stimme, Gitarre zupft] Ich wach' auf und der Boden ist aus Stein. Über mir ein Gewölbe, ich bin hier allein. Mein Kopf ist total leer, ich weiß nicht mal, wie ich heiß'. Nur dieses Echo von 'nem letzten, lauten Schrei. War das mein Tod? In meiner Hand, eiskalt, drei Schlüssel. Und 'ne Kerze, die ist längst aus, nur noch 'n Stummel. Vor mir sind drei Türen, die mich anstarren. Drei Wege raus. Ich muss hier weg, ich muss was machen. [Pre-Chorus] Die Eisentür, mit sieben Riegeln zu. Ein warmer Luftzug... irgendwas summt da drin, lässt mir keine Ruh'. Die Kristalltür, da tanzen Bilder drin. Und 'ne Melodie, die zieht mich fast schon hin. Aber mein Blick... der bleibt an diesem alten Holz hängen. [Chorus] Oh, diese Stimmen hinter der Eichentür. Sie flüstern leise, direkt her zu mir. "Komm zurück zu uns, du hast dich verlaufen!" Meinen die das ernst? Oder wollen sie mich verkaufen? Ich hab' drei Schlüssel, aber keinen blassen Plan. Ich muss hier weg. Wer bin ich? Sag's mir irgendwann! Dieses Flüstern... [Verse 2] Ich geh' zu der Eichentür, alles voller Moos. Die Schnitzereien fühl'n sich komisch an, so alt und groß. Das Flüstern wird lauter. Moment mal... ich kenn' diese Stimmen. Klingt das nicht wie Mom? Wie Freunde, die mir wichtig waren? Ist das echt? Oder ist das hier alles nur 'ne Falle? [Pre-Chorus] Ich nehm' den Silberschlüssel, der sieht so fein aus. Er passt in dieses Schloss, ich probier's jetzt einfach aus. Es macht KLICK, ein echt lautes Geräusch. Es riecht nach nassem Wald und altem, modrigem Zeug. Ich mach' die Tür auf... ganz, ganz langsam. [Chorus] Oh, diese Stimmen hinter der Eichentür. Sie flüstern leise, direkt her zu mir. "Komm zurück zu uns, du hast dich verlaufen!" Meinen die das ernst? Oder wollen sie mich verkaufen? Ich hab' drei Schlüssel, aber keinen blassen Plan. Ich muss hier weg. Wer bin ich? Sag's mir irgendwann! [Bridge] [wisper] Die Tür ist offen... aber da ist nichts. Nur dieser silberne Nebel, kein Licht. Die Stimmen werden tausendfach, sie dreh'n durch. Sie schreien und weinen, ich krieg' langsam Furcht. DA! Da steht jemand! In 'nem blauen Mantel. Ich kann das Gesicht nicht sehen, aber an der Hand... ...ist dieser Ring. Mein Herz bleibt fast stehen. Ich kenn' diesen Ring! Ich hab' ihn schon mal gesehen! [Musik stoppt fast, nur ein tiefer Cello-Ton] Und die Gestalt singt, so traurig und so tief: "Du bist zu früh hier. Der Weg ist noch zu schief." "Die Wahrheit kriegst du nicht geschenkt, nicht heut." "Geh zurück, bevor das Holz dich frisst, mein Freund." [Verse 3] "Zu früh?", schrei ich, meine Stimme bricht fast. "Ich war lang genug in diesem kalten Knast!" Ich hab' die Kerze noch, die alte, tote. Ich halt' sie hin, zünd' sie am blauen Mantel an! Die Flamme brennt! Der Nebel... er zerreißt! Die Gestalt schreit auf, als ob sie das Licht hasst! [Chorus] Die Stimmen werden leise in dem Licht! Diese verdammte Eichentür, sie hält mich nicht! "Ich komm' nicht zurück! Ich finde raus, wer ich bin!" Das ist mein Weg, das macht jetzt alles Sinn! Noch zwei Schlüssel, aber meine Kerze brennt. Endlich seh' ich den Weg, den mein Herz wiederkennt! [Outro] Der blaue Mantel... er ist nur noch Staub. Der Ring fällt runter, klirrt auf nassem Laub. Der Nebel ist weg, da ist ein langer Gang. Meine Kerze leuchtet... sie leuchtet mir entlang. [wisper] Ich geh' einfach weiter. Der Schrei ist jetzt vorbei. Ich weiß nicht, wer ich bin... (deep breath) ...aber ich bin frei.

