
Trau nicht dem heit'ren Sonnenlicht, Das mild hernieder leuchtet, Und trau der Tauesperle nicht, Die hell die Flur befeuchtet! Hast Du denn nicht des Donners Hall Von Weitem schon gehöret? Bald wird der Tau zum Wogenschwall, Der Feld und Fluss zerstöret. Trau nicht dem Menschenangesicht, In dem Du Treu' gelesen, Und trau auch selbst dem Freunde nicht, Der Dir stets lieb gewesen! Es kann wohl über Nacht schon sein, So wird der Freund zum Feinde; Es war der Liebe ja nur Schein, Die ihn mit Dir vereinte.

