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Wo die Straße sein sollte [STTZ ▪ Challenge Wall R2]

[Insturmental Intro] [Verse 1] Der Fahrplan bleicht seit Jahren aus, die Bank ist kalt unter meiner Hand. Ich zählte hier mal jede Minute, als hätte irgendwer noch einen Plan. Kein Reifen zeichnet eine Spur, kein Scheinwerfer teilt dieses Weiß. Und trotzdem geht die Lampe an, Nacht für Nacht, zur selben Zeit. [Pre-Chorus] Ich sagte mir noch viel zu lang: Zu spät heißt nicht vorbei. Doch dieses Schild zeigt in die Leere, Jahr für Jahr, im selben Weiß. [Chorus] Kein Bus wird kommen. Hier führt keine Straße lang. Ich kann weiter Gründe suchen für ein Brummen, das nie kam. Oder ich verlass den Unterstand, lass die Kälte sagen, was sie muss: Manche Wege kommen nicht zu dir. Manche Aufbrüche beginnen zu Fuß. [Verse 2] Ich lief den Streifen neben der Bank, Ferse vor Zeh, dann wieder zurück. Ich kannte jeden Rostfleck am Dach, jede Stelle, durch die Regen dringt. Heute sah ich meine Spuren enden, genau dort, wo mein Warten begann. Dann drehte ich mich zur offenen Fläche und ging, ohne zu wissen, wohin. [Pre-Chorus] Ich brauche kein Ziel, um zu wissen: Das hier ist keins. Ich brauche nur einen ehrlichen Schritt, der mir zeigt, dass ich weiter kann. [Bridge] Ich nannte es Hoffnung viel zu lang, stand da und redete sie schön. Ich wartete nicht auf einen Bus — ich hatte Angst, selbst loszugehn. [Final Chorus] Kein Bus wird kommen. Hier führt keine Straße lang. Ich verschwende keinen Winter mehr damit, hier stillzustehn. Die kleine Lampe darf noch brennen, sie bewacht, was hinter mir liegt. Manche Wege kommen nicht zu dir. Also ging ich einfach los. [Transition] [Outro] Hinter mir ein kleines Licht. Vor mir kein markierter Weg. Ich ging weiter.