
[Intro] [Fade in] [female incantations] [rhythmical acoustic guitar] [rhythmical shakuhachi flute] [Intro] [soft sung words][dark acoustic guitar in the background] Die Stadt erwacht im Wintergrau, an Scheiben perlt der kalte Tau. Die Uhren schlagen hart wie Stein, ein Mensch geht durch die Nacht allein. Er hält die letzten Funken warm, doch ringsum bleibt die Welt so arm. [Break] [rhythmical acoustic guitar] [rhythmical shakuhachi flute] [Vers 1] [dark melodical female vocals] Sie rufen ihn, wenn Hilfe fehlt, doch nie, wenn seine Sorge zählt. Sie lassen ihn im Regen stehn, um irgendwann nach ihm zu sehn. Ein Wort, ein Schwur, ein leerer Plan, dann fängt das Warten wieder an. Sie ziehn ihm Stunden aus der Hand, als wäre Zeit nur loser Sand. [Verse 2] [deep emotional male vocals] Sie sagen ab, ganz nebenbei, als wäre seine Zeit noch frei. Sie gehen fort, wenn er sie braucht, sein letzter Ruf im Frost verraucht. Die Lichter blenden, kalt und grell, die Menschen ziehn vorüber schnell. Er fragt, ob irgendwer noch sieht, wie viel von einem Leben flieht. [Chorus 1] [rhythmical vocals][male voice and female voice singing together] Kein Mensch besitzt des andern Zeit, kein Leben reicht für die Ewigkeit. Wer fremde Stunden achtlos nimmt, sieht nicht, wie rasch das Leben rinnt. Er steht allein im kalten Licht, doch seinen Wert verliert er nicht. Und wo die Welt nur Forderung kennt, schützt er das Feuer, das in ihm brennt. [Vers 3] [dark melodical female vocals] Am Abend schweigt sein Telefon, wo Stille wohnt seit Jahren schon. Ein leerer Stuhl, ein kaltes Brot, der Himmel färbt die Fenster rot. Die Kälte kriecht ihm unters Kleid, doch tiefer sitzt die Einsamkeit. Er fragt, ob nur noch Nutzen zählt, wenn echte Nähe immer fehlt. [Verse 4] [deep emotional male vocals] Er legt die fremden Lasten hin, bewahrt sich seinen eignen Sinn. Ein erstes Nein, noch rau und leis, durchschneidet Luft aus Frost und Eis. Nicht jedes Bitten ist ein Recht, nicht jeder gute Mensch ein Knecht. Er hebt den Blick und bleibt bestehn, auch wenn die andern ihn nicht seh'n. [Chorus 2] [rhythmical vocals][male voice and female voice singing together] Er ist kein Uhrwerk, das man stellt, kein Diener für die ganze Welt. Er reicht die Hand, solang er kann, doch hängt sein Leben nicht daran. Ein Nein ist nicht aus Hass gemacht, schützt die Kraft für die nächste Nacht. Und wer nur nimmt, begreift zu spät, warum ein Mensch auf Abstand geht. [Break] [rhythmical acoustic guitar] [rhythmical shakuhachi flute] [Verse 5] [melodical female vocals][rhythmic build-up] Er trifft am Weg ein müdes Kind, das friert im schneidend kalten Wind. Er teilt den Mantel, reicht die Hand, führt es zum Licht am Wegesrand. Denn Güte soll nicht untergehn, nur weil die andern sie nicht sehn. Er hilft, doch ohne sich zu beugen, und lässt sein Handeln für sich zeugen. [Verse 6] [epic, powerful male vocals][strong rhythmic emphasis] Man nennt ihn plötzlich stolz und kalt, weil seine Grenze endlich galt. Er hört den Spott, er spürt den Schmerz, doch gibt er nicht sein warmes Herz. Er geht durch Sturm, sein Schritt bleibt fest, weil er sich nicht mehr beugen lässt. Er trägt die Narben seiner Zeit, und doch den Mut zur Menschlichkeit. [Chorus 3] [rhythmical vocals][dramatic emotional singing][male voice and female voice singing together] Er ist ein Kämpfer ohne Heer, sein Weg bleibt steinig, manchmal schwer. Er hält sein Herz für Menschen weit, doch schützt den Wert der eignen Zeit. Die Kälte macht ihn nicht zu Eis, er bleibt sich treu um jeden Preis. Er wählt, wohin sein Morgen geht, und bleibt ein Mensch, der aufrecht steht. [Break] [rhythmical acoustic guitar] [rhythmical shakuhachi flute] [Bridge] [epic, powerful female vocals][rhythmic build-up] Nicht jeder Blick erkennt die Not, nicht jeder Wille bringt ihm Brot. Doch in dem Frost, der alles frisst, bleibt die Stimme, die nicht vergisst: Dass Zeit, die ihm zum Leben bleibt, keine Schuld ist, die man eintreibt. [Outro] [thoughtful sung words] [acoustic guitar in the background][male vocals] Die Straßen ruhn im Morgengrau, von Dächern tropft der kalte Tau. Die Welt bleibt rau, der Weg bleibt weit, doch er bewahrt die eigne Zeit. Er geht allein, doch ist nicht verlorn, sein Mut wird Tag um Tag neu geborn. [Ending] [dramatic sung words][acoustic guitar in the background][male voice and female voice singing together] Sie dürfen fragen, nicht befehlen, sie dürfen bitten, nicht ihn quälen. Er bleibt ein Mensch, der andern gibt, doch auch sein eignes Leben liebt. Und fällt erneut der Winter ein, wird er sein eignes Feuer sein. ...sein eignes Feuer sein... [Outro] [Fade out] [female incantations] [rhythmical acoustic guitar] [rhythmical shakuhachi flute]

