[Intro – spoken, warm tone] „Wenn i ehrlich bin … manchmal frag i mi scho.“ [Verse 1] Wenn freundlich am Himmel der Morgen sich zeigt, Die Sonne mich lächelnd begrüßt, Wenn schläfrig der Wächter nach Hause sich schleicht, Die Hausthüre man schon aufschließt, Wenn munter sich reget der Sperlinge Schaar Im grünen und duftenden Hain, Da wird es im Herzen uns wonnig und klar — Wer wollt’ da ein Mädchen nicht sein? [Verse 2] Zeigt sich meinen Blicken die blumige Pracht, Die Knospen der Rose so schön, Das Veilchen, das nur im Verborgenen lacht, Bleib’ immer ich willenlos steh’n. Ich such’ mir ein kleines Vergißmeinnicht schnell Und steck in den Chignon es ein, Dabei quackt der Laubfrosch so freundlich und hell — Wer wollt’ da ein Mädchen nicht sein? [Accordion Solo – light Mazurka rhythm, playful phrasing] [Verse 3] Seh’ ich in dem Ballsaal die Tänzer sich dreh’n Und hör’ einen Walzer von Strauß, Da möcht’ ich in Lust und in Liebe vergeh’n, Ich sehn’ mich zurück nicht nach Haus. Ich tanze mit Diesem und Jenem dahin, Um recht mich der Liebe zu weih’n, Ich weiß, daß ich troßdem nicht flatterhaft bin — Wer wollt’ da ein Mädchen nicht sein? [Clarinet Solo – short, lyrical] [Verse 4] Und zeigt sich am Himmel der Mond klar und hell, Zieht er seine Stirne auch kraus, Ich wähle sofort ein’ Begleiter mir schnell, Der freundlich mich bringet nach Haus. Und küßt er mir zärtlich die Wange und Mund Und bittet um ein Stelldichein, Sag’ ich auch ihm leise den Ort und die Stund — Wer wollt’ da ein Mädchen nicht sein? [Verse 5 / Finale] Die Liebe allein macht das Leben mir froh, Drum führt mich bald wer zum Altar, Ist auch uns’re Hütte von Holz nur und Stroh, Raum findet ein liebendes Paar. Ein männliches Bild schafft mir Freud’ und Pläsier, Trotzdem nur mein Kämmerlein klein, Ist dennoch im Traume ein Mann stets bei mir — Wer wollt’ da ein Mädchen nicht sein? [Outro – spoken, soft] „Ja … wer wirklich ehrlich is’, wollt’ da net a Madl sein?“