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Parkbank Lieferant - Justin

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[Verse1] vertick jetzt das grüne ironie in der biografie wollt es teilen mit den brüdern heute teil ich die logistik wie ’ne company „hast du nen zehner?“ hör das öfter als mein’n eig’nen namen früher war’n es echte fragen heute nur noch zahlen ohne rahmen kleine menge kleines denken alles easy alles locker heute trag ich ganze lasten wie ein lager voller klopper pakete so schwer ich bräucht ’nen kran für den transport doch ich beweg sie durch die city verteil sie im akkord vom kumpel zum kontakt vom kontakt zur distribution aus ’nem kleinen „probier mal“ wird bald eine institution und ich grins dabei als wär das alles kalkuliert doch tief drin weiß ich wie schnell sowas eskaliert [Hook] parkbank parkbank ich chill da dreh ruhig mein zeug alles läuft wie von selbst als wär ich dafür erzeugt wenn ich nicht tick tickt der nächste aber schlechter stoff also bleib ich lieber ruhig und versorg hier den block parkbank parkbank gleicher film gleiche leute gleiche zeit zwei drei züge später wird aus denken leichtigkeit lauf zum kiosk bisschen wasser für den kreislauf im blick doch egal wo ich hingehe das geschäft kommt mit [Verse2] lauf durch die straßen jeder blick ist kontrolliert keine worte nötig jeder weiß wie's funktioniert keine reklame keine werbung nur gerüchte als promo doch mein name macht die runde nutze panik aus wie fomo ich hab runden gedreht bis sich summen multiplizier’n schnell wurden aus fremden kunden mit verbindung zu mir zwischen dealern und deals zwischen ziel und realität weil du weißt was du machst aber nicht was daraus entsteht mach aus zeit geld doch das geld macht die zeit schwer jede einheit bringt gewinn aber nimmt auch ein teil mehr von dem was ich war bevor alles so lief heute alles organisiert aber irgendwas blieb schief [Bridge] setz mich hin auf die bank als gäb´s ne pause im system doch ich weiß selbst im stillstand bleibt das ganze besteh’n kein plan B kein stopp nur ein leiser betrieb selbst die ruhe wirkt geplant alles läuft auf anhieb [Hook] parkbank parkbank ich chill da dreh ruhig mein zeug alles läuft wie von selbst als wär ich dafür erzeugt wenn ich nicht tick tickt der nächste aber schlechter stoff also bleib ich lieber ruhig und versorg hier den block parkbank parkbank gleicher film gleiche leute gleiche zeit zwei drei züge später wird aus denken leichtigkeit lauf zum kiosk bisschen wasser für den kreislauf im blick doch egal wo ich hingehe das geschäft kommt mit [Verse3] ich sitz auf der bank zwischen angebot und nachfrage mein leben läuft stabil aber basiert auf ner schieflage kein held in der story eher teil vom algorithmus denn wenn ich hier nicht tick übernimmt ein anderer den rhythmus paradox ich halt das level sauber in dem dreck weil ich weiß was hier kursiert wenn ich selber nichts mehr check zwischen richtig und falsch gibt’s hier selten klare linien nur entscheidungen täglich treff sie für die familien zieh den letzten zug drück die glühende spitze aus steh kurz auf doch ich bleib weil ich kenn kein weg hier raus [Outro] alles dreht sich und ich dreh weiter ---------------------------------------------------------------------------------------------- LYRIC ERKLRÄUNG ---------------------------------------------------------------------------------------------- „Vertick jetzt das Grüne Ironie in der Biografie“ (Ja, im Edit der Lyrics fehlt da ein Komma.) Die Zeile ist ironisch gemeint, weil in meinem Leben früher nichts darauf hingedeutet hat, dass ich einmal an diesem Punkt landen würde. Wenn ich irgendwann einen Wikipedia-Eintrag hätte, würde dort mein Lebensweg stehen – und plötzlich taucht mittendrin der Punkt „Drogenhandel“ auf. Daher die Ironie in der Biografie. „heute trag ich ganze lasten wie ein lager voller klopper“ Ein „echter Klopper“ wird im Ruhrgebiet oft für etwas Großes, Krasses verwendet. Das ist einfach Sprachgebrauch in meinem Umfeld. Deshalb war ich ehrlich gesagt schockiert, dass Rebell den Ausdruck nicht kannte. „Nutze Panik aus wie FOMO“ FOMO ist eine sehr bekannte Form der Angst: die Angst, etwas zu verpassen oder ausgeschlossen zu werden. Diese Panik bringt Menschen oft dazu, irrational oder impulsiv zu handeln. Unternehmen, Festivals usw. nutzen FOMO aktiv als Verkaufsstrategie. Ich beschreibe in der Zeile, dass ich dieses Prinzip ebenfalls als Verkaufselement genutzt habe. Beispiel: „Von der Sorte habe ich nur noch 2 Gramm, Nachschub gibt's erst in zwei bis drei Monaten.“ Obwohl das gelogen ist, erzeugt es künstliche Knappheit. Die FOMO setzt ein, die Leute kommen und kaufen – selbst wenn sie das Zeug eigentlich gar nicht brauchen. „Ich hab Runden gedreht, bis sich Summen multiplizier’n / schnell wurden aus fremden Kunden mit Verbindung zu mir / zwischen Dealern und Deals, zwischen Ziel und Realität / weil du weißt, was du machst, aber nicht, was daraus entsteht“ Hier muss der gesamte Part betrachtet werden. „Zwischen Dealern und Deals“ beschreibt die Situation bzw. das Umfeld, in dem wir uns gerade befinden. „Zwischen Ziel und Realität“ stellt dann den Gegensatz zwischen dem Ist-Zustand und dem eigentlichen Ziel dar. Die Realität sind die Dealer und Deals, das Ziel wird bewusst nicht konkret benannt. Die Zeile beschreibt also den Unterschied zwischen dem Ort, an dem man sich gerade befindet, und dem Ort, an den man eigentlich will. Das hängt direkt mit dem letzten Satz zusammen: Man weiß zwar ungefähr, worauf man sich einlässt, aber man weiß nicht, wie sich alles tatsächlich entwickeln wird oder welche Konsequenzen daraus entstehen.