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An der Schwelle des Feuers

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V5

Zwischen Atemzügen liegt die Zeit. Ein Jahr vergeht nicht mit dem Wind, Es bleibt in uns, so wie wir sind. Jeder Schritt, den niemand sah, Trägt uns bis an diese Schwelle da. Was war, darf ruhn, was kommt, entsteht, Wenn niemand geht, bevor er steht. An der Schwelle des Feuers steh’n wir still, Nicht weil wir müssen – weil man will. Kein Ende hier, kein Neubeginn, Nur Atemzug – und weiter ziehn. Wir zählen keine Tage mehr, Nur Narben, Lachen, Herz und Mehr. Was zerbrach, hat uns geformt, Was blieb, hat uns neu benannt. Wenn Flammen sinken, bleibt das Licht, Das man im Andern weiter sieht. An der Schwelle des Feuers, Hand in Hand, Kein alter Schwur, kein neues Band. Nur das Versprechen, hier zu sein, Im Jetzt vereint – im Kreis allein. Jetzt. An der Schwelle des Feuers beginnt der Gang, Nicht laut, nicht schnell – nur tief und lang. Was kommt, trägt unser altes Licht, Und geht nicht fort – es wandelt sich.