
(Intro – Manuel, close warm baritone, muted piano and a single guitar figure) Der Schlüssel klemmt. Der Tag hängt schwer. Im Treppenhaus fragt einer: „Geht noch mehr?“ Ich wollte sagen: „Lass mich bloß.“ Dann lass ich meine Tasche los. (Verse 1 – Manuel, conversational lead, steady bass and restrained drums) Der Bus war voll, mein Kopf war voller, am Fenster zog der Regen lang. Ein Mann mit viel zu vielen Tüten kam an der letzten Haltestelle an. Ich sah ihn kurz, dann auf mein Handy, als ginge mich sein Stehen nichts an. Ich hab mich über kalte Menschen beschwert – und blieb auf meinem Platz. Zu Hause läuft die nächste Meldung, ich schieb sie mit dem Daumen fort. Und zwischen all den großen Fragen fehlt manchmal schon das kleine Wort. (Pre-Chorus – Manuel, rising warmth, piano opening) Ich muss nicht auf die ganze Welt mit einer Antwort reagieren. Doch wenn hier einer neben mir fällt, will ich das Hinseh’n nicht verlieren. (Chorus – Manuel, open melodic lead, bright guitars and subtle self harmonies) Das Herz bleibt an, ich mach nicht dicht, ich seh dich an, ich überseh dich nicht. Ich leih dir Zeit, du leihst mir Mut, wir tun einander wieder gut. Das Herz bleibt an, auch spät in der Nacht, ich hab es zu lang auf leise gemacht. Und wenn ich heute etwas ändern kann: Ich fang bei mir an. Das Herz bleibt an. (Verse 2 – Manuel, more rhythmic delivery, full warm groove) Die Frau von oben sucht nach Worten, ihr Deutsch reicht heute nicht ganz aus. Der Zettel sagt, sie soll was zahlen; wir lesen ihn zusammen hier im Haus. Der Junge wartet vor der Haustür, den Ranzen zwischen seinen Schuh’n. Ich frag ihn, ob er wen erreichen möchte, und bleibe, bis die Eltern bei ihm steh’n. Das ist kein Stoff für große Reden, kein Bild, das mich zum Helden macht. Es ist nur meine halbe Stunde, die uns für einen Abend näherbrachte. (Pre-Chorus – Manuel, thoughtful lift, kick briefly dropping out) Und manchmal brauche ich die Pause, ich kann nicht immer alles sein. Doch eine Grenze um mein Leben muss keine Mauer gegen Menschen sein. (Chorus – Manuel, confident baritone, wider guitars) Das Herz bleibt an, ich mach nicht dicht, ich seh dich an, ich überseh dich nicht. Ich leih dir Zeit, du leihst mir Mut, wir tun einander wieder gut. Das Herz bleibt an, auch spät in der Nacht, ich hab es zu lang auf leise gemacht. Und wenn ich heute etwas ändern kann: Ich fang bei mir an. Das Herz bleibt an. (Bridge – Manuel, exposed voice, piano and bass only) Es gibt die Tage, da bin ich der Mann, der seine Tüten nicht mehr halten kann. Der viel zu schnell sagt: „Alles gut“, weil um Hilfe bitten weh tun kann. Dann brauch ich keinen klugen Spruch, nur einen, der die Stille mit mir teilt. Vielleicht ist das der ganze Anfang: Dass einer da ist und ein bisschen bleibt. (Final Chorus – Manuel, bright upper mix, full band with restrained backing harmonies) Das Herz bleibt an, ich mach nicht dicht, ich seh dich an, ich überseh dich nicht. Ich leih dir Zeit, du leihst mir Mut, wir tun einander wieder gut. Das Herz bleibt an, auch spät in der Nacht, wir haben es wieder hörbar gemacht. Und wenn ich heute etwas ändern kann: Ich fang bei mir an. Das Herz bleibt an. (Outro – Manuel, soft smile in the voice, opening guitar figure) Der Schlüssel dreht. Das Treppenhaus wird still. Ich bin noch da. Und weiß, wie ich sein will.


