[Text] Der Lärm – allgegenwärtig, fordernd. Ein tosenden Strom, immer lauter, zergliedert in Stimmen, in Geräusche, zerfällt in Fetzen, in Floskeln, und doch – erdrückend. Er reißt mich mit, übertönt mich, schwillt an in der Ferne. Nicht fassbar, nicht zu greifen. Ich will ihn bannen, ihm entkommen, ihn zum Schweigen bringen. Doch er durchdringt mich, wie Donner durch die Wände. Verzweiflung. Gedanken jagen im Kreis, ein Karussell ohne Halt, ein inneres Rauschen, das nicht versiegt, Flügel schlagen, doch die Zeit steht still, kein Ausweg. Wo ist die Stille? Wo ist die Wahrheit? Wo soll ich hin? Da – ein kleines Licht, ein schwacher Schein im Getöse, eine schmale Tür im Dunkel, die sich einen Spalt weit öffnet. Die Blase zerplatzt, die Hülle bricht, der Nebel lichtet sich, und ich ERKENNE DICH. In diesem Augenblick verstummt der Lärm, die Welt hält den Atem an, nur DU. Ich knie nieder, ehrfürchtig, vor dem Kreuz, dem Ende meines Aufbäumens, dem Ziel meiner Suche. Das Kreuz – nicht Zeichen der Last, sondern der Erlösung, Brücke über den Abgrund, Tür in den neuen Weg. Der Kampf endet, und der Weg beginnt, nicht im Dröhnen, sondern in der Stille, nicht im rastlosen Suchen, sondern im Gefunden-Sein. Die Wahrheit ist kein fernes Ziel, sie ist der Weg, die offene Tür, die zu sich selbst führt, und zu DIR.