
[Strophe 1] Willkommen im Netz, wo die Wirklichkeit schwindet, wo jeder sich sucht und sich selber nicht findet. Alles läuft automatisch, auf Knopfdruck bereit, doch die Menschen verlieren das Gefühl für die Zeit. Ich bin analog. [Refrain] Ich bin analog in einer digitalen Zeit, für das Echte im Leben, für Berührung bereit. Ich bin analog. [Strophe 2] Ich lieb das Vinyl und den Ton aus den Rillen, das leise Knistern, die Pausen dazwischen. Kein steriler Klang, auf Perfektion geeicht, sondern Musik, die den Menschen erreicht. Ich bin analog. [Strophe 3] Fünfundvierzig, achtundsiebzig, die Platte dreht sich, und was aus den Rillen kommt, berührt mich wirklich. Kein Download ersetzt, was ein Ton in mir weckt, wenn die Nadel die Spur einer Erinnerung entdeckt. Ich bin analog. [Refrain] Ich bin analog in einer digitalen Zeit, für das Echte im Leben, für Berührung bereit. Ich bin analog. [Strophe 4] Die Welt hängt am Kabel, gebannt vor dem Bild, wo selbst noch die Wahrheit nach Einschaltquoten gilt. Gewalt wird gesendet, als wär sie banal, und Kinder erleben sie täglich und tausendmal. [Strophe 5] Was gestern noch schockte, ist heute normal, die Bilder sind endlos, die Wirkung real. Wir nennen es Fortschritt, wir nennen es frei, doch wer hört noch zu, wenn ein Mensch etwas sagt? Ich bin analog. [Bridge] Kein Algorithmus weiß, was Sehnsucht bedeutet, kein Bildschirm ersetzt, was zwei Menschen verbindet. Denn was uns berührt, lässt sich nicht programmieren, und was wirklich lebendig ist, kann man nicht simulieren. [Letzter Refrain] Ich bin analog in einer digitalen Zeit, für das Echte im Leben, für Berührung bereit. Wenn alles sich wandelt und nichts mehr besteht, bleib ich bei dem, was von Herzen ausgeht. Ich bin analog. [Outro – ruhig, reduziert] Ich bin analog. kein perfektes Signal. Ich bin Mensch, ich bin fühlbar, und nicht digital.


