Song Cover Image

Soldatenlied (von Erich Mühsam)

[Strophe 1] Wir lernten in der Schlacht zu stehn bei Sturm und Höllenglut. Wir lernten in den Tod zu gehn, nicht achtend unser Blut. Und wenn sich einst die Waffe kehrt auf die, die uns den Kampf gelehrt, sie werden uns nicht feige sehn. Ihr Unterricht war gut. [Strophe 2] Wir töten, wie man uns befahl, mit Blei und Dynamit, für Vaterland und Kapital, für Kaiser und Profit. Doch wenn erfüllt die Tage sind, dann stehn wir auf für Weib und Kind und kämpfen, bis durch Dunst und Qual die lichte Sonne scheint. [Refrain] Dreht die Gewehre! Die Front ist zuhaus! Treibt die Monarchen und Bonzen hinaus! Wir folgen nicht länger dem blutigen Spiel, der Friede der Völker ist unser Ziel! [Strophe 3] Soldaten! Ruft′s von Front zu Front: Es ruhe das Gewehr! Wer für die Reichen bluten konnt, kann für die Seinen mehr. Ihr drüben! Auf zur gleichen Pflicht! Vergesst den Freund im Feinde nicht! In Flammen ruft der Horizont nach Hause jedes Heer. [Strophe 4] Lebt wohl, ihr Brüder! Unsre Hand, dass ferner Friede sei! Nie wieder reiß das Völkerband in rohem Krieg entzwei. Sieg allen in der Heimatschlacht! Dann sinken Grenzen, stürzt die Macht, und alle Welt ist Vaterland, und alle Welt ist frei! [Refrain] Dreht die Gewehre! Die Front ist zuhaus! Treibt die Monarchen und Bonzen hinaus! Wir folgen nicht länger dem blutigen Spiel, der Friede der Völker ist unser Ziel! [Refrain] Dreht die Gewehre! Die Front ist zuhaus! Treibt die Monarchen und Bonzen hinaus! Wir folgen nicht länger dem blutigen Spiel, der Friede der Völker ist unser Ziel!