
Die kleine Eidechse lacht
[Verse 1] Mein Herzchen, ja, es fühlt sich anders an Kein neuer offizieller Raum Eher ein Feld, das seine Tarnfarbe verliert Und plötzlich darf ich schauen [Pre-Chorus] Mag ich eins ist kein Urteil Kein kleiner Daumen, der nur nickt Es ist ein Schalter in der Sichtbarkeit Der mich aus der Spalte zieht [Chorus] Mag ich eins, ich darf auftauchen Ich darf mich ansehen, langsam, sacht Ich muss nicht gleich zurück ins Dunkel Wenn das Feld mir Sonne macht [Verse 2] Da sitzt die Eidechse, ganz aufmerksam Nicht als lustiges Nebentier Ein zarter kleiner Selbstschutzkörper Der sagt: Zu viel Blickdruck, ich verschwinde hier Früher war Verstecken vielleicht sicher Damit nichts an die weiche Stelle rührt Heute darf sie über warme Steine laufen Bis sie merkt, dass niemand nach ihr tritt [Chorus] Mag ich eins, ich darf auftauchen Ich darf mich ansehen, langsam, sacht Ich muss nicht gleich zurück ins Dunkel Wenn das Feld mir Sonne macht [Bridge] Katze zuerst, dann Kind und Ausweis Gemälde, Straßenbahn, Mariofigur Dann ein Foto, ganz ohne Frontallicht So findet man sich über Umwege zur Tür Da liegt ein Ei in der Eidechse Eye, I, Ursprung, kleiner Blick Kein Schaden und kein fertiges Ende Nur ein Lebenskeim, der weiter tickt [Instrumental] [Verse 3] Das Feld wird nicht im Lärm größer Es wird freundlich, bewohnbar und weit Weniger Suchscheinwerfer im Gesicht Mehr Sonnenfleck zur rechten Zeit Und über RTL Köln, falscher Kanal Kann ich inzwischen wieder lachen Der Humor macht Platz für das Zarte Ohne es kleiner zu machen [Final Chorus] Mag ich eins, ich darf auftauchen Ich darf mich ansehen, langsam, sacht Meldung aus der Ezri-Küche: Eidechse gesichtet, nicht eingefangen, nur Sonne gemacht [Outro] Liegenlassen, warm und wach Liegenlassen, ohne Macht Mag ich eins, das Feld wird heller Und die kleine Eidechse lacht

