Vergiftet nicht der Bissen, den du isst, Doch das, was deine Zunge zügellos versprüht. Ein Wort, das unbedacht dem Mund entflieht, Kann tiefer schneiden als ein scharfes Messer. Gedankenlos gesproch'ne Silben schwirren, Wie Pfeile, die ihr Ziel nicht mehr verfehlen. Sie können Herzen brechen, Seelen quälen, Und selbst den stärksten Geist verwirren. Oh Mensch, bedenke wohl, was du entsendest, In diese Welt voll Echo und Refrain. Dein Wort kann Balsam oder Gift auch sein, Je nachdem, wie du deine Rede wendest. Nicht Nahrung macht unrein, die wir verzehren, Doch gift'ge Worte können uns versehren. Was aus dem Herzen quillt, formt unsre Welt, Sei's Liebe, Hass, sei's Lüge oder Wahrheit. So wähl mit Bedacht, was deine Lippen sprechen, Lass Mitgefühl und Weisheit dich begleiten. Denn Worte können heilen oder brechen, Und ihre Macht wird durch die Zeit nicht schreiten. Ein jeder Satz, ein jeder Klang von dir, Ist wie ein Samen, den du säst ins Leben. Drum lass nur Gutes deinem Mund entschweben, Und mach die Welt zu einem schön'ren Hier.