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Children

oh oh oh hm hm hm ah ah aha listen carefully [Strophe 1] Das erste Nest lag warm im Hellen, behütet von gerechter Hand. Wo Tage wie ein Bachlandschwellen und Angst nur als Begriff bestand. Das Kind durfte die Welt erproben, vom sanften Aufwind sanft getragen, das Lob war echt, das Wort erhoben, um hell die Zukunft anzusagen. Aus diesem Grund wuchs stolz und frei ein Geist, der seine Kraft versteht, der ohne Furcht vor Tyrannei nun fest auf eig’nen Beinen steht. [Strophe 2] Der Gegensatz schläft ein paar Gassen weiter, in Wänden, die vor Feuchte grauen. Dort stürzt das Kind von jeder Leiter, noch eh’ die Augen richtig schauen. Ein rauer Ton, ein Schlag im Dunkeln, die Seele früh schon wundgewetzt, wo Hunger und Entbehrung funkeln und Grausamkeit das Recht ersetzt. Die Schule dort: Ein karges Verwalten, Verwahrung nur für das Defizit. Man lässt die Knospen ungehalten und zählt sie nicht im großen Glied. [Refrain] Das eine Los fällt in den Schoß der Gnade, wo Zuversicht die Segel spannt, und ebnet königliche Pfade durch ein versprochenes, reiches Land. Doch ach, das and’re Los brennt tief im Schatten, wo Kälte schon die Wiege bricht, und auf den ungebet’nen Gast fällt niemals echtes Sonnenlicht. [Strophe 3] Nun steht der eine hoch im Siege, vom Fleiß und Glück emporgehoben, weil seine Herkunft in der Wiege die Segel richtig festgewoben. Der and’re strauchelt vor den Schranken, die ihm das Schicksal stumm diktiert. Wie soll ein Geist in Freiheit danken, den man von Anfang an kastriert? Zwei Welten, die sich niemals treffen, obwohl sie gleiche Luft belebt, während die Starken sich erfreuen, der Schwache stumm im Staub erbebt. [Bridge] Gibt es ein Brückenband der Geister? Kann Herkunft jemals ganz verblüh’n? Der eine wird des Lebens Meister, dem andern bleibt nur das Bemüh’n. Das System schaut weg, dreht seine Räder, belohnt das Nest, bestraft den Mangel, und zieht an jedem Lebensfaden mit einer ungerechten Angel. [Refrain] Das eine Los fällt in den Schoß der Gnade, wo Zuversicht die Segel spannt, und ebnet königliche Pfade durch ein versprochenes, reiches Land. Doch ach, das and’re Los brennt tief im Schatten, wo Kälte schon die Wiege bricht, und auf den ungebet’nen Gast fällt niemals echtes Sonnenlicht.