
Du liegst im Seidenbett, die Miene ist betrübt. Ich frage mich, ob es heut’ noch ein Lächeln gibt. Gestern war es Rücken, heute ist es der Zeh und zwischendurch tut dir das Wetter weh. Du liest die Apothekenumschau wie ein Liebesblatt, weil jede kleine Stelle ein Symptom gefunden hat. Ich hol’ dir den Tee, ich hol’ dir das Kissen, doch eigentlich bin ich hin und her gerissen... Du hast immer irgendwas, mal zwickt es hier, mal da, du bist mein liebstes Lazarett, das ist mir völlig klar. Mal brennt die linke Schulter, mal juckt der rechte Fuß, doch wenn wir shoppen gehen, ist alles ein Genuss. Ein Ziehen in der Wade, ein Drücken im Genick, doch in deinen Augen funkelt noch das alte Glück. Gegen „immer irgendwas“ gibt es nur ein Rezept: Komm ein Stückchen näher, wir heilen das im Bett! Der Blutdruck ist zu hoch, der Eisenwert zu tief, am Morgen war die Nase noch ein kleines bisschen schief. Du googelst deine Leiden bis zur Mitternacht und hast dir selbst die Diagnose „akut erschöpft“ gebracht. Doch wenn im Fernsehn deine Lieblingsserie läuft, sind alle deine Schmerzen wie von Zauberhand zerstreut. Du hast immer irgendwas, mal zwickt es hier, mal da... Du hast immer irgendwas, mal zwickt es hier, mal da, du bist mein liebstes Lazarett, das ist mir völlig klar. Mal brennt die linke Schulter, mal juckt der rechte Fuß, doch wenn wir shoppen gehen, ist alles ein Genuss. Ein Ziehen in der Wade, ein Drücken im Genick, doch in deinen Augen funkelt noch das alte Glück. Gegen „immer irgendwas“ gibt es nur ein Rezept: Komm ein Stückchen näher, wir heilen das im Bett! Vielleicht ist es Hypochondrie, vielleicht auch nur ein Spiel, damit ich dich massiere – ist das vielleicht Dein Ziel? Ich bin dein privater Arzt, vierundzwangzig sieben, bei jedem deiner „Auas“ muss man Dich mehr lieben! Du hast immer irgendwas, mal zwickt es hier, mal da, du bist mein liebstes Lazarett, das ist mir völlig klar. Mal brennt die linke Schulter, mal juckt der rechte Fuß, doch wenn wir shoppen gehen, ist alles ein Genuss. Ein Ziehen in der Wade, ein Drücken im Genick, doch in deinen Augen funkelt noch das alte Glück. Gegen „immer irgendwas“ gibt es nur ein Rezept: Komm ein Stückchen näher, wir heilen das im Bett! Ja, du hast immer irgendwas... Ja, du hast immer irgendwas... Ohne Dich würd´ kein Arzt bestehn´, ich schick Dich in die Reha. Immer irgendwas...immer irgendwas… Immer irgendwas… – „Und, alles in Ordnung?“ – „Mmh, weiß nich´. Halt mal bitte kurz die Wärmflasche.“ – „Warum?“ – „Ich glaub, ich hab da irgendwas.“ – „Naja, solange ist ja dann auch noch Leben drin...!“

