
Die Wälder reißen auf wie faulende Gebärmütter tausend schwarze Zitzen sprießen aus dem Boden die Erde keucht und presst neue Lämmer hervor blind, zuckend, mit zu vielen Mäulern und zu wenigen Augen Shub-Niggurath – die Schwarze Ziege der Wälder mit tausend Jungen, die aus ihrem eigenen Fleisch kriechen sie gebärt das Ende in Wellen aus Schleim und Schreien jede Geburt ein neuer Riss im Fleisch der Welt Shub-Niggurath – Mutter aller Dinge, die nie sterben dürfen ihr Blut ist Samen, ihr Samen ist Seuche, ihr Schoß ist der Abgrund die Wälder singen ihr Lob in nassem Gurgeln und wir sind nur die Nachgeburt – weggeworfen und hungrig [Instrumental] Die Bäume biegen sich, Stämme platzen wie überdehnte Haut aus jedem Riss quillt etwas Neues: Tentakel aus Fell und Zähnen die Wurzeln greifen nach den Toten, ziehen sie tiefer und spucken sie wieder aus – verändert, vervielfacht, lebendig Die Städte versinken unter einem Teppich aus schwarzem Moos das atmet, das wächst, das singt mit Millionen Stimmen jeder, der schreit, wird still – weil etwas Neues in seinem Mund wächst und seine Zunge teilt sich, teilt sich, teilt sich weiter „Ia! Shub-Niggurath!“ die Worte schmecken nach Milch und nach Verwesung man schluckt sie hinunter und spürt, wie sie im Magen keimen und etwas drinnen beginnt, mit kleinen Hufen zu treten Kein Himmel mehr, nur ein endloses Dach aus pulsierendem Fleisch Sterne sind nur Eier, die langsam platzen und tropfen die Schwarze Ziege lacht mit allen Mäulern zugleich und die Welt lauscht – weil sie keine Wahl mehr hat Die letzten Menschen knien in Pfützen aus ihrer eigenen Muttermilch sie öffnen die Arme, sie öffnen die Münder sie bitten um mehr – um mehr Geburten, mehr Junge, mehr weil Widerstand nur eine andere Art zu gebären ist [Instrumental] Shub-Niggurath – die Schwarze Ziege der Wälder mit tausend Jungen, die aus ihrem eigenen Fleisch kriechen sie gebärt das Ende in Wellen aus Schleim und Schreien jede Geburt ein neuer Riss im Fleisch der Welt Shub-Niggurath – Mutter, Seuche, Ende und Anfang zugleich ihr Atem ist der Wind, der neue Lungen füllt die Apokalypse ist keine Zerstörung – sie ist Vermehrung und wir alle werden ihre Kinder – ewig, hungrig, unzählbar

