DEM VOLK [Intro – gesprochen] Armes Volk. Ihr rennt, als würdet ihr brennen. Und nennt es Leben. [Verse 1] In euren Händen wachsen Parasiten aus Hoffnung, Pflicht und Erwartung. Ihr tragt sie wie Kronen, wie Orden aus Papier. Ich sehe eure Augen, müde vom Begehren, hungrig nach mehr, doch satt wird niemand hier. [Pre-Chorus] Und manchmal zuckt es auch in mir, dieser alte Reflex zu fliehen. Doch etwas in mir lacht darüber, wenn alle nur dieselbe Richtung ziehen. [Chorus] Ihr rennt, ihr rennt, bis die Sohlen Feuer fangen. Ihr rennt, ihr rennt, nach Versprechen, die nie gelangen. Schlafend im Gehen, blind vor Gier. Und nennt es Leben. Ich nenne es Verlust von mir. [Verse 2] Ihr eilt durch graue Tage, die euch langsam konsumieren. Zeit verbrennt lautlos, während ihr versucht zu funktionieren. Jeder sammelt etwas, jeder nimmt und nimmt. Doch manche tragen so viel Last, bis das eigene Licht ertrinkt. [Pre-Chorus] Ich frage längst nicht mehr, wem ich folgen soll. Zu viele Wege führen in denselben leeren Raum. [Chorus] Ihr rennt, ihr rennt, bis die Sohlen Feuer fangen. Ihr rennt, ihr rennt, nach Versprechen, die nie gelangen. Schlafend im Gehen, blind vor Gier. Und nennt es Leben. Ich nenne es Verlust von mir. [Bridge] Also springe ich. Die Kleider reissen. Die Masken fallen. Die Farben schweigen. Freiheit hat Narben. Aber sie gehört mir. [Final Chorus] Ihr rennt, ihr rennt, doch ich bleibe nicht mehr stehen. Ihr rennt, ihr rennt, doch ich muss nicht mit euch gehen. Zu viel nimmt jeder. Zu viel verlangt. Und manche ersticken an dem, was sie einst wollten. [Outro – gesprochen] Armes Volk. Vielleicht brennen wir alle. Die Frage ist nur: Wohin?


