(Strophe 1) In staubigen Kammern, wo das Kerzenlicht flackert, haben sie Zeilen in das Schicksal geackert. Mit Gänsekiel und Tinte, auf vergilbtem Papier, suchten sie Antworten im Jetzt und im Hier. Von Goethe bis Schiller, im Sturm und im Drang, war ihr Wort eine Waffe, ein ewiger Klang. (Refrain) Oh, ihr alten Dichter, ihr Wächter der Nacht, was habt ihr aus Sehnsucht und Schmerz nur gemacht? Eure Verse sind Brücken durch Zeit und durch Raum, ein Echo der Wahrheit, ein wachsender Traum. (Strophe 2) Sie stritten mit Göttern und weinten um Liebe, als ob jedes Wort ihr Vermächtnis nur bliebe. Kein Smartphone, kein Netz, nur der Geist ganz allein, um im Rhythmus der Sprache unsterblich zu sein. Ob Heine im Exil oder Rilke im Schloss, sie ritten Gedanken wie ein wildes Ross. (Bridge) Und heute? Wir scrollen und hasten vorbei, doch in ihren Reimen ist die Seele noch frei. Ein Blick in den Faust oder Lenzens Verstand, reicht uns über Jahrhunderte mutig die Hand. (Outro) Die Tinte ist trocken, das Feuer verglüht, doch ihr Lied ist es, das in uns weiterblüht. Alte Dichter sterben nie.



