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Kein Ausweg mehr

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V5

(Verse 1) Ich hab den Job verloren, das Konto ist blockiert, die Freunde sind verschwunden, der Ruf ist ruiniert. Die Akten stapeln sich, das Telefon bleibt stumm, und wenn es doch mal klingelt, ist es selten gut – eher krumm. Ich denk an Wegziehn, anderes Land, anderer Staat, doch wohin du auch fliehst, die Systeme sind vernetzt im Rat. Die gleiche Sprache, andres Logo, gleiche Hand am Draht, wie ein globales Spinnennetz, das jede Flucht verrät. (Pre-Chorus) Du siehst die Türen, doch hinter jeder steht ein Schild: „Nur, wenn du schweigst.“ (Chorus) Kein Ausweg mehr – jede Straße führt im Kreis, du rennst, bis du nicht atmen kannst, und landest wieder im gleichen Gleis. Du kannst dich klein machen, still, doch dann verlierst du dich, verlierst dein Will’. Kein Ausweg mehr – so fühlt es sich an, wenn ein System aus allen Richtungen zu dir sagen kann: „Wir haben Zeit. Du nicht.“ (Verse 2) Ich spiel’ mit dem Gedanken, einfach alles abzuschalt’n, kein Netz, kein Name, nur noch Wald, ein kleines Stückchen Alt. Doch selbst im Off-Grid, fern vom Strom, bleibst du in ihren Listen, bleibst du Teil vom großen Dom. Ein Auto-Kennzeichen, eine alte Steuerakte, ein biometrisches Foto im Pass – jedes Stück ein Pakt, ne Takte. Du kannst dich unsichtbar fühlen, doch die Daten bleiben da, und wenn du einmal aufstehst, steht die Maschinerie schon nah. (Pre-Chorus) Zwischen Aufgabe und Verrat wird langsam jede Wahl zur Tat. (Chorus) Kein Ausweg mehr – jede Straße führt im Kreis, du rennst, bis du nicht atmen kannst, und landest wieder im gleichen Gleis. Entweder du verstummst – oder du gehst mit einsam unter, doch beide Wege schmecken nach verlorenem Wunder. (Bridge) Vielleicht ist kein Ausweg genau der Punkt, an dem du aufhörst zu fliehen – und einfach stehen bleibst. Nicht, weil du gewinnst, sondern weil du nicht mehr fürchtest, zu verlieren. (Chorus – letzter) Kein Ausweg mehr – doch ich bleibe, wie ich bin, auch wenn die Wände näher rück’n, geh ich nicht aus mir selbst dahin. Wenn jede Richtung zugemauert ist, bleibt nur noch der Blick nach oben – oder nach innen, wo sie nie regieren. (Outro) [Instrumental: Leises Gitarrenmotiv, langsam verklingend.]