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Deine krasse Hausgeburt

Diesen schönsten Moment meines Lebens dachte ich, teilen zu können - aber andere sehen Hausgeburten wohl als genauso intim an wie ein ein episches Sex-Erlebnis [verse] Es war in der dritten Woche im Mai rückblickend der heißeste Tag im Jahr Vom Traum ins Aufwachen genommen die erste Wehe. Du klopfst an die Tür. "Lass mich hier raus, Mama, ich bin jetzt so weit." [verse2] "Du kannst mir viel erzählen, Sohn dein großer Bruder hat nach dem ersten Druck noch 8 Stunden gebraucht.. Du brauchst vielleicht 5, wenn ich Glück habe 4." [verse3] Ich geh erstmal duschen und Haare waschen wer weiß, wann ich wieder dazu komme die Tasche ist seit Tagen fertig gepackt nach dem Abtrocknen crem ich mich ein [chorus] Da kommt eine Welle wie ein Orkan ich staune nicht schlecht über solch frühe Vehemenz den Schmerz heiß ich willkommen wie einen Türöffner, je heftiger, desto schneller haben wir es geschafft. [verse4] Nagut, Kleiner, ich hab jetzt verstanden Zwischen den Wehen 2 Anrufe schnell. Erstmal mein Freund, der wohnt gegenüber will mich begleiten bei der Fahrt in die Ambulanz. [verse5] Dann die Hebamme, sie fragt "seit wann?" Ich sage: "erst kurz, aber schon schnell und stark." "Na, ich bin grad in der Nähe, einen Säugling baden, da komm ich mal eben fix vorbei." [verse6] Die nächste Welle, ich atme tief, begrüßt meinen Freund. Der aufgeregt "Was soll ich machen? Fahren wir?" Ich atme und zeige auf meine Hose, damit er sie mir anziehen kann. "Ruf ein Taxi für Joni, der muss zu Oma jetzt." [verse 7] Kaum ist das vollbracht, da klingelt es. 3 Etagen muss die Hebamme rauf. Sie verschnauft, zieht sich den Handschuh an und prüft, wie weit das Tor geöffnet ist. ("10 cm schon, ach du Heilige Scheiße!") ("Warum? Was ist so schlecht daran?") ("SIE fahren jetzt nirgends mehr hin!") [chorus] Da kommt eine Welle wie ein Orkan ich staune nicht schlecht über solch starke Vehemenz dann schnall ich, das ist ja der Press-luft-hammer! Den muss ich stoppen - die Hose im Weg. [verse 8] "Das Stethoskop liegt noch im Wagen," klagt die Hebamme, während sie meine Hose runterreißt. Mein Freund fragt: "Handtücher und kochendes Wasser?" Ich lache kurz, dann ist mir alles egal. Denn ich muss hecheln - hecheln. [bridge] Ich kriege kaum mit, wie sich alle beeilen. Für mich scheint die Zeit aus Atmen zu bestehen. Dann hör ich den erlösenden Satz: "Sie dürfen jetzt pressen!" Ausatme "AAAAAAH!" Atme ein. "Gut, gleich nochmal!" "AAAAAAAH!" Ich merke nicht mehr, dass ich schwitze und schreie! Und Schmerzen sind auch keine da. [verse9] "Jetzt nochmal hecheln! Das verkleinert den Riss. Der bei DIESEM Kopf unvermeidlich ist.." Ich sammle mich für das große Finale. Ein letztes "AAAAAAH!" und dann schrei'n wir zu zweit. [end] Die Hebamme misst und säubert das Kind, es ist jetzt 10 nach 10. Benjamin liegt an meiner Brust und trinkt. Nur kurz, sein Homerun hat ihn geschafft. Ich drehe mich auf den flachen Bauch. Lache, kichere, lache, kann nicht fassen, welch Teamwork wir da vollbracht..