Sinn… ich suchte dich in Worten, in Büchern, in Gedanken. Ich wollte dich verstehen, festhalten, benennen. Doch du warst nie dort. Du warst nicht in der Form, nicht in der Zahl, nicht in der Sprache. Maya… der zarte Schleier aus Licht, aus Wunsch, aus Wollen. So schön — so echt — bis man hindurchfällt. Energie… spürbar, nicht messbar. Wie ein Puls, wie ein Rufen — das niemand hört, aber jeder kennt. Ich spürte. Nicht mit Händen. Nicht mit Denken. Mit dem Anderen. Dem alten, stillen Wissen. Dem, das immer war. Dann: Zerfall. Alles fiel. Die Mauern, die Ideen, die großen Worte, die Lehren. Wie Asche, wie Staub im Wind. Und was blieb? Nicht wer ich war. Nicht was ich dachte. Nur Stille. Nur Licht. Nur DU. Ich hörte… aber nicht mit Ohren. Ich sah… aber nicht mit Augen. Und DU kamst. Nicht wie ein König. Nicht wie ein Vater. Nicht wie ein Meister. DU warst einfach. Ungeschaffen. Unbenennbar. Unendlich. DU warst kein Wort. DU warst kein Ton. DU warst einfach — IST. Und da, in dieser tiefsten Leere, war die Fülle. Da war alles. Da war Sinn. Da war Licht. Da war DU.


