Vorwort Erleben, welch ein Wort. Und wie kann man dieses Erleben erst in Worte kleiden, wenn mas dalebt hod. Ja das Erleben kennt auch den Dialekt und so kann es fast zu einer Drohung werden, wenns hoaßt, jetzt werst as gleich dalebn. Aber dann stürzen wir uns auf die Erlebnisse, welche sich nicht mehr bedrohen lassen, weil sie schon erlebt wurden. Erlebte Erlebnisse formen in unser weiteres Erleben hinein und beim Erleben ist es ziemlich egal, wer wir auch sind, erleben tut jeder, das Kind wie der Erwachsene, der Dicke wie der Dünne an Bildung, erleben ist klassenlos. Aber, und so ist es nun einmal in der erlebten Welt, es wird immer aber gesagt, so als ob mit einem Aber das Erlebte umgedeutet werden könnte. Da jener der erlebt und das Erlebte wiedergeben möchte, bei den Tatsachen des Erlebten bleiben will, ist das Anecken das nächste Erlebnis. Heute in einer Welt zwischen mir und allen andern ist es zum Widerspruch geworden „Ich glaube…“ zu sagen. Glauben ist auch erleben, ein Erleben das sich im Alltag des Alltäglichen am laufenden Band wiederfindet. Was haben wir uns auf diesem laufenden Band alles gemerkt, sind einige der vorbeifahrenden Erlebnisse symbolischer Natur und findet sich dahinter etwa ein besonderer Preis oder die Abgründigkeit, der wir uns auch stellen sollten? In jenen Abgrund hinein sagen wir dann, do werst wos dalebn und wennst as dalebt host, dann kost song, dalebt host wos. Doch was ich gar nicht hören mag ist das erlebnislose Gerede, dass ma gar nicht redn könnt, wenn mas ned dalebt hätt. Also will ich mich in meinen Mix des Erlebten und Erdachten stürzen und gelingt es mir, so habe ich Sie in Gedanken gestürzt die mich nicht nur bestürzen, sondern auch erheitern. Begleiten Sie mich, weil irgendwo begleiten mich alle um mich herum, fragt sich nur aus welcher Erlebnislage heraus ich diese Erlebnisse in mein Erdenleben einsortiere. Oiso dann, erleb mas ah bisserl miteinander. Gruß aus`m Cafehaus Roland, ah boarischer Dichter