
[Strophe 1] Feuer in der Gruft, der Deckel noch nicht fest Im Mauerwerk der Ruß, der Qualm sich niederlässt Ich geh vorbei, seh Tropfen rinnen über Stein Der Kellergang stinkt nach dem Opfer — das warst du allein [Refrain] Du liegst nicht tot, du liegst nur still Die Glut kennt deinen Namen, wenn sie will Der Deckel klemmt, die Nacht bleibt wach Was unten weiterbrennt, kriecht oben durch den Schacht [Strophe 2] Die Tropfen sind nicht Wasser, warm und schwarz und dick Die Fugen flüstern mit dir durch den feuchten Stick Ein Nagel steht im Holz, wo jemand zugedrückt Ich riech dich in der Luft, noch ehe ich dich find’ und bück [Refrain] Du liegst nicht tot, du liegst nur still Die Glut kennt deinen Namen, wenn sie will Der Deckel klemmt, die Nacht bleibt wach Was unten weiterbrennt, kriecht oben durch den Schacht [Bridge] Ich wollte nur vorbei, nicht runter, nicht hinein Doch hinter mir geht auf, was zu sein schien Die Gruft sagt leise: bleib Der Rauch sagt leise: dein Aus einem Spalt im Stein Kommt Atem — und der klingt wie mein [Schlussrefrain] Feuer in der Gruft, der Deckel wird nicht fest Im Mauerwerk dein Ruß, der Qualm sich in mich lässt Ich geh nicht mehr vorbei, ich steh und atme ein Der Kellergang riecht nach dem Opfer — jetzt bin ich’s allein

