
07 „Die Straße vergisst nicht"
(Strophe 1) Morgennebel auf der Scheibe, Kaffee kalt, die Nacht war lang. Zwei Spuren, die ins Leere treiben, und ein Funken, der verging. (Strophe 2) Vierzig Tonnen Stahl und Eile, ein Augenblick ohne Licht. Kein Warnruf, keine letzte Weile – nur das Knirschen im Angesicht. (Refrain) Die Straße vergisst nicht, was der Mensch verdrängt. Sie trägt es weiter, Stunde um Stunde, bis einer endlich fragt: Warum musste es so weit kommen, bevor wir aufwachen? (Strophe 3) Eine Stimme, die nicht mehr lacht, ein Sitz, der leer zurückbleibt. Die Kinderfrage, die jede Nacht durchs Haus wispert und leise bleibt. (Bridge) Wir bauten Mauern aus Terminen, aus Profit und Kilometerzahl. Doch hinter jeder Lieferlinie schlägt ein Herz, das heimwärts will – zu dem, was wirklich zählt. (Refrain) Die Straße vergisst nicht, was der Mensch verdrängt. Sie trägt es weiter, Stunde um Stunde, bis einer endlich fragt: Warum musste es so weit kommen, bevor wir aufwachen? (Outro) Komm heil nach Haus, komm heil nach Haus. Die Straße vergisst nicht – doch wir können sie heilen, wenn wir endlich aufwachen.

