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Buch der Nacht

V6-MINI

[Intro] Im Buch der Nacht liegt Staub auf jeder Seite, mein Schritt wird leiser, wenn ich mich begleite. [Verse 1] Ich stieg hinab, wo meine eignen Bilder wohnen, wo alte Stimmen hinter kalten Türen thronen. Ein roter Faden hing am Rand der tiefen Quelle, ich zog daran — und sah mich selbst in ihrer Welle. Kein fremder König schrieb mir vor, wohin ich geh, die dunkle Schrift war meine Hand im Schnee. Ich nahm den Zweifel mit, nicht als Gewicht, als kleine Lampe, die den Weg nicht ganz verspricht. [Hook] Unter der Oberfläche, Seite für Seite, trag ich mein Fragen durch die innere Weite. Was ich verdrängt hab, steht plötzlich vor mir, ich hör es an — und geh nicht fort von hier. [Verse 2] Ein Kreis aus Asche, ein Gesicht im Wasserglas, ein Wort, das ich verlor, als ich zu sicher war. Der Fremde in mir trug mein eigenes Gesicht, sprach ohne Urteil: „Lauf vor dir selber nicht.“ Ich ließ die Bilder kommen, ließ sie weiterziehn, wie dunkle Vögel über einem stillen Hügel fliehn. Aus Splittern fügte sich kein makelloser Plan, ur eine Tür, die ich von innen öffnen kann. [Hook] Unter der Oberfläche, Seite für Seite, trag ich mein Fragen durch die innere Weite. Was ich verdrängt hab, steht plötzlich vor mir, ich hör es an — und geh nicht fort von hier. [Bridge] Nicht jede Antwort macht die Wunde klein, icht jedes Licht muss ohne Dunkel sein. Ich setz mich neben das, was ich vermied,is aus dem Schweigen eine Richtung zieht. [Final Hook] Unter der Oberfläche, Seite für Seite, trag ich mein Fragen durch die innere Weite. Was ich verdrängt hab, steht plötzlich vor mir, ich hör es an — und geh nicht fort von hier. [Outro] Das Buch bleibt offen, keine Zeile spricht: vorbei. Ich geh hinaus — und nehm die Fragen mit dabei.