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12. Vor dem großen weißen Thron

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V6

[Intro — Cello, Low Organ] Tausend Jahre gingen vorüber, wie ein Schatten überm Land. Und ich sah den weißen Thron, an dem keine Uhr mehr stand. [Verse 1] Erde und Himmel flohen vor dem Licht, das alles sieht. Und die Großen und die Kleinen standen dort, wo niemand flieht. Keine Titel, keine Kronen, keine Mauern, kein Besitz. Nur das Leben jedes Menschen, wie es war in seinem Licht. [Chorus] Vor dem großen weißen Thron steht am Ende jeder Mensch. Alles, was wir je verborgen, wird im Licht nun klar erkannt. Vor dem großen weißen Thron zählt kein Silber und kein Gold. Nur die Wahrheit unsrer Wege, die wir selbst gegangen sind. [Verse 2] Alle Bücher wurden geöffnet, auch das große Buch des Lebens. Und das Meer gab seine Toten, und die Gräber wurden leer. Jeder stand mit seiner Geschichte, mit dem Guten und dem Leid. Nichts war heimlich, nichts vergessen, alles lag nun offen da. [Chorus] Vor dem großen weißen Thron steht am Ende jeder Mensch. Alles, was wir je verborgen, wird im Licht nun klar erkannt. [Bridge — Very Quiet] Was bleibt von unsern Häusern? Was bleibt von unserm Geld? Was bleibt von allen Siegen in dieser alten Welt? Was bleibt von jedem Leben, wenn aller Lärm vergeht? Vielleicht die Wahrheit dessen, wofür ein Mensch einst steht. [Verse 3] Auch der Tod verlor die Macht, die er lange über Menschen hielt. Und das Totenreich verschwand, weil sein letzter Tag erschien. Alle alten dunklen Grenzen waren plötzlich nicht mehr da. Und ich hörte durch die Stille: Etwas Neues wurde wahr. [Final Chorus] Vor dem großen weißen Thron ist die Zeit zu Ende nun. Und die alten Bücher schweigen, während neue Wege ruhn. [Outro] Eine Stille. Ein letzter Blick. Und kein Weg führte zurück.