
STROPHE 1 Ich wach schon müde auf, bevor der Tag beginnt, als würd mein Kopf vergessen, wer ich wirklich bin. Ich zieh die Jacke an und lauf hinaus ins Licht, doch alles in mir sagt mir leise: „Schaffst du nicht.“ Ich red wie immer, nick zur richtigen Zeit, halt meine Gedanken irgendwo versteckt bereit. Und keiner fragt, wie’s wirklich geht, weil man nur sieht, was außen steht. PRE-CHORUS 1 Ich trag das leise durch die Nacht, hab längst gelernt, wie man darüber lacht. Ich halt mich fest, obwohl was zerbricht, weil alles leichter wirkt, solang es keiner sieht. CHORUS Solang es keiner sieht, trag ich die Zweifel weiter, und jedes Gefühl bleibt irgendwo in mir verschlossen. Solang es keiner sieht, steh ich zwischen meinen Schatten, und such nach etwas, das mich auffängt, wenn ich fall. Solang es keiner sieht, verlier ich mich im Schweigen, und hoff, dass irgendwer noch hinter meine Mauern blickt. Solang es keiner sieht, bleib ich der, der weitergeht, auch wenn kein Mensch versteht, wie viel in mir zerbricht. STROPHE 2 Ich lauf durch Straßen, die sich fremd anfühlen heut, als hätte irgendwer mein altes Ich verstreut. Ich hör die Stimmen, doch sie kommen nicht mehr an, weil ich mich selbst schon kaum noch hören kann. Ich spiel die Stärke, die man von mir kennt, als wär da nichts, das langsam in mir brennt. Doch tief in mir bleibt diese Frage still: Wie lange hält ein Herz, wenn es nur funktionieren will? PRE-CHORUS 2 Ich sag mir leise: „Gib nicht auf“, auch wenn ich kaum noch an mich glaub. Ich trag mich selbst durch jedes Licht, weil alles leichter wirkt, solang es keiner sieht. CHORUS Solang es keiner sieht, trag ich die Zweifel weiter, und jedes Gefühl bleibt irgendwo in mir verschlossen. Solang es keiner sieht, steh ich zwischen meinen Schatten, und such nach etwas, das mich auffängt, wenn ich fall. Solang es keiner sieht, verlier ich mich im Schweigen, und hoff, dass irgendwer noch hinter meine Mauern blickt. Solang es keiner sieht, bleib ich der, der weitergeht, auch wenn kein Mensch versteht, wie viel in mir zerbricht. BRIDGE Und manchmal reicht vielleicht ein Wort, das mich erinnert: Ich bin noch dort. Nur ein Blick, der ehrlich bleibt, bevor der letzte Zweifel schweigt. Doch bis dahin trag ich allein die schweren Gedanken tief in mir drin. Mit jedem Schritt lern ich erneut, wie man lächelt, obwohl etwas in dir schreit. FINALER CHORUS Solang es keiner sieht, halt ich die Narben offen, und jeden stillen Kampf trag ich weiter durch die Zeit. Solang es keiner sieht, bleib ich auf meinem Weg, selbst wenn er dunkel wird, geh ich noch nicht vorbei. Solang es keiner sieht, leb ich zwischen all den Stimmen, die sagen, ich soll einfach stark genug noch sein. Solang es keiner sieht, bleib ich trotzdem nicht stehen, auch wenn niemand erkennt, wie schwer das manchmal ist.

